Montag, 30. März 2015

Sonne am 30.03.2015

Sturmlagen wie die heutige haben auch ihr Gutes: Sie treiben die Wolken mit hoher Geschwindigkeit voran und es bilden sich häufig Wolkenlücken, durch die man hindurch beobachten kann. Dumm nur, wenn das Teleskop genau in die Richtung zeigt, aus der auch die Winden kommen.

Damit hatte ich - das Seeing war in den Lücken ganz gut brauchbar - vor allem das Problem, dass mit nicht irgendwelche Gegenstände davon flogen. Besonders ärgerlich, wenn dies der Zettel ist, auf dem man seine Beobachtung aufgeschrieben hat.

Im Weißlicht hatte sich die Aktivität seit der letzten Beobachtung am 28.03.2015 stark zurück entwickelt. Weit gegen Westen gerückt war die AR 12305 als C6, deren Penumbra ich noch immer nicht mit bloßem Auge und Sofibrille erfassen konnte. Dicht dabei die AR 12315 als C9 und in nordöstlicher Richtung die AR 12313 als A1. Ganz schwach zu sehen und eigentlich kaum wirklich wahrnehmbar war die AR 12316, bei der ich nur sah, dass an der bewussten Stelle etwas war, was mein Auge aber nicht genau identifizieren konnte. Ich teilte die Gruppe daher vorsichtshalber auch nur der Klasse A mit einen Fleck zu. Mehr Gruppen waren nicht zu finden.

Dem H-alpha gönnte ich wegen des Sturms nur einen relativ kurzen Blick, durch den ich 7 Protuberanzen am Sonnenrand, 15 Filamente und 6 Flaregebiete erkannte. Am Westrand ging gerade ein Filament in eine Protuberanz über und im Nordwesten wurde scheinbar eine Protuberanz durch zwei Filamente gestützt. Ein faszinierender Anblick.

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