Sonntag, 5. April 2015

Sonne am 05.04.2015

Für einen Ostersonntag ungewöhnlich früh wach geworden, begab ich mich schon kurz vor 8 Uhr auf den Dachboden und musste feststellen, dass die Sonne noch gar nicht hinter dem Nachbarhaus aufgegangen war. So konnte ich nach dem Aufbau meiner Gerätschaften langsam die Sonne hinter den Dachziegeln des Hauses hervorkriechen und dabei auch die aktuellen Fleckengruppen auftauchen sehen. Anfangs mit fürchterlichem, danach mit relativ miesem Seeing. Der Rand war in ständiger Bewegung und die Oberflächendetails blubberten so vor sich hin. Erst einige Minuten später legte sich das weitgehend.

Im Unterschied zu gestern hatten nun alle Gruppen eine NOAA-Nummer erhalten, es waren aber nicht mehr alle zu erkennen. Die AR 12317 stand auf der Nordhalbkugel nah am Westrand in einem Fackelfeld und war nur noch eine J1. Ebenfalls im Norden zu finden war die AR 12318, eine aus drei Teilen bestehende D-Gruppe mit 7 Flecken. Schräg darunter, auf der Südhalbkugel, war die AR 12320 zu finden, eine ganz nette D8. Von der AR 12319, gestern noch als B2 zu erkennen, fand ich heute nichts mehr. Das mag auch am Blubberseeing gelegen haben, aber auch mehrmaliges Anfahren der Position mit dem Auge brachte keinen Erfolg. Vielleicht würde was bei ruhigerer Luft gehen, aber nicht bei den Bedingungen zu früher Stunde.

Erschreckend schwach war nun auch die Aktivität im H-alpha: lediglich am Ostrand gab es zwei etwas größere und eine kleine Protuberanz. Nur 5 kleine Flaregebiete, drei davon in der Umgebung der Aktiven Regionen und 7 Filamente konnte ich finden. Von den beiden langen Strukturen hatte sich eines aufgelöst und das andere wirkte wie ein auf die Seite gelegtes Viadukt. Der Rest war eher klein und unscheinbar. 

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