Montag, 6. April 2015

Sonne am 06.04.2015

Gegenüber der gestrigen Beobachtung zeigten sich heute nur geringe Veränderungen. Vor allem das Seeing war um Längen besser geworden, der Rand wallte nicht mehr so heftig und auch auf der Oberfläche traten feine Details in den Gruppen besser hervor. Bestenfalls verharrte die Aktivität an diesem Ostermontag auf dem gleichen Niveau wie am Vortag. Noch immer war der Himmel zum Beobachtungszeitpunkt wolkenlos, doch kurz danach kamen aus Richtung Norden wieder die bekannten Störenfriede heran.

Im Weißlicht waren 4 Gruppen zu sehen. Die AR 12317 am Westrand als A1, auf der Osthälfte im Norden die AR 12318 aus sehr langgezogene C5 und im Sünden die AR 12320 als D 14. Sie hatte sich merklich vergrößert, ein paar kleinere Flecken dazubekommen und die hintere Penumbra sah aus wie ein Haken. Bei der AR 12319 wurde es spannend. Richtig „sehen“ konnte ich sie immer noch nicht, allerdings fand ich an ihrer Position „etwas“. Auch bei mehrmaligem hin-, weg- und wieder hingucken. Die Gruppe lag knallhart an der Auflösungsgrenze meines Refraktors. Da dort erkennbar war zu sehen war, klassifizierte ich sie als B2, auch wenn das vielleicht nicht ganz richtig war, aber so konnte ich die Gruppen „irgendwie“ mit in meine Relativzahl einfließen lassen. Es war das schlechte Seeing, das gestern eine Erfassung der Gruppe unmöglich machte.

Im H-alpha war zwar ein wenig mehr los, als im Weißlicht, berauschend war es aber auch nicht. Am Ostrand fand ich drei nette Protuberanzen sowie eine klitzekleine im Westen. Flaregebiete gab es nur rund um die beiden Aktivitätsgebiete AR 12318 und 12320 - bei letzterer wesentlich ausgedehnter als die Gruppe im Weißlicht erschien - sowie 10 Filamente. Das eine große hatte sich weit dem Westrand genähert und dürfte in ein bis zwei Tagen eine schöne Protuberanz abgeben. Die restlichen waren eher von mittlerer Größe, nett anzusehen, aber nicht wirklich spektakulär. Überdies waren auch heute wieder die beiden Polregionen der Sonne erscheinungsfrei. 

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