Donnerstag, 9. April 2015

Sonne am 09.04.2015

Obwohl die Wettervorhersage einen bewölkten Nachmittag prognostiziert hatte, schien die Sonne von einem strahlend blauen Himmel herab. Gut für eine Sonnenbeobachtung, wenn das Seeing nicht so schlechte gewesen wäre. Der Rand war in ständiger, aber nicht unbedingt heftiger, Bewegung, Oberflächendetails aber nur sehr schwer auszumachen.

Im Weißlicht zeigte sich die AR 12318 im Norden stark gerupft. Eine Penumbra war nicht mehr zu erkennen, weswegen ich sie als B5 klassifizierte. Ebenfalls Federn lassen musste die AR 12320 im Süden. Aufgrund ihrer Längsausdehnung war sie zwar immer noch der Waldmeierklasse E zuzuordnen, doch hatten ihre Penumbren klar an Volumen verloren. Die Hoffnung, einen Teil der Gruppe auch mit Sofibrille und bloßem Auge zu erkennen, erfüllte sich nicht. Nur noch die Penumbra im f-Teil war ein wenig größer als der Rest, aber das genügte nicht für eine A-Beobachtung.

Im totalen Gegensatz dazu befand sich die Aktivität im H-alpha. Hier waren am Sonnenrand 11 Protuberanzen zu finden. Am Westrand standen gleich ein ganzes Konglomerat an Bögen, die doch ziemlich stark an das Geflecht von Büschen erinnerte, und eine weitere, pyramidenförmige, Erhebung, während am Ostrand gleich 5 Protuberanzen gezählt werden konnten. Eine von ihnen hatte eine etwas wirre Struktur während eine andere hier direkt am Übergang zwischen Filament und Protuberanz zu sehen war. Neben fünf eher schwächlich wirkenden Flaregebieten, fand dich hier noch 12 Filamente, wobei eines nahe des Westrandes dreidimensional wirkte. Weiterhin waren die beiden Polgebiete der ohne auch am heutigen Tage erscheinungsfrei. 

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