Freitag, 10. April 2015

Sonne am 10.04.2015

Der Morgen begann sehr dunstig, was eine sehr ruhige Luft nach sich zog, ähnlich der Sonnenfinsternis am 20.03.2015, und die Beobachtung feinster Details ermöglichte, wenn auch die Helligkeit der Sonne im Okular durch den Dunst stark herabgesetzt war.

Wenige Stunden nach der letzten Beobachtung hatte sich die AR 12320 im Süden stark verändert und den östlichen Teil der Gruppe fast völlig verloren. Durch ihre nunmehr gebogen erscheinende Form mit zwei mehr oder weniger deutlich voneinander getrennten Zentren - es war aber eigentlich nur der übrig gebliebene f-Teil - klassifizierte ich sie als D14. Die AR 12318 war kaum noch zu erkennen. Erst mit dem zweiten Blick erkannte ich an der Stelle, wo sie sein müsste, eine Anhäufung von irgendwas, das ich als B5 einstufte. Aber auch nur, um einen halbwegs vernünftigen Wert ermitteln zu können. Im Grunde war es ein reiner Schätzwert. Die auf einigen Satellitenbildern des SDO oder von STEREO erkennbaren kleinen Flecken im Osten, die bislang auch keine NOAA-Nummern erhalten haben, konnte ich nichts erkennen.

Im H-alpha hatte die Zahl der Protuberanzen zwar abgenommen, doch noch immer stand die dicke Ansammlung von gestern sowie vier weitere stoisch am Westrand, während ich im Osten nur noch drei weitere fand, eine davon mit dem Aussehen einer Pyramide. Fünf helle Flaregebiete - eines gerade aktiv im Einflussbereich der AR 12320 - und 11 zumeist wenig beeindruckende Filamente zierten die Oberfläche der Sonne, wobei die Polregionen abermals völlig erscheinungsfrei waren.

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