Dienstag, 14. April 2015

Sonne am 14.04.2015

Spannend wird es derzeit mit der Sonnenaktivität und just an diesem Morgen war es nach dem Aufwachen nicht sonnig. Anfangs war der Syph dominierend, dann kamen aus Westen Wolken heran. Zumindest konnte ich aber das Geschehen im Weißlicht erfassen. 

Die AR 12321 hatte sich etwas verändert. Die Anordnung ihrer Flecken war nicht mehr kreuz-, sondern pfeilförmig mit einer nach Westen ausgerichteten Spitze. Zurück gegangen war dabei auch die Zahl ihrer EInzelflecke, von denen ich heute nur noch 14 vorfand.  Dahinter war eine neue Gruppe um den Ostrand herumgekommen, die ich als H2 klassifizierte, südwestlich davon stand eine H1 direkt am Rand. Mit Sicherheit waren das noch nicht die letzen Gruppen, die wir in diesen Tagen zu Gesicht bekommen werden. Vor der AR 12321 stand weiter die AR 12322, die ich als C2 klassifizierte. Von den beiden Aktiven Regionen 12323 und 12320 hieß es nun, Abschied zu nehmen. Erstere war noch eine C2, letztere eine A1. Genauere Beobachtungen waren zunächst nicht mehr möglich, denn jetzt schlugen die Wolken endgültig zu und ließen keinen Blick auf die Sonne mehr zu.

Rund anderthalb Stunden später war die störende Wolkenschicht wieder abgezogen und ich konnte meine bisherigen Beobachtungen verifizieren. Eine Nachbeobachtung, wenn man sich nicht sicher ist, kann immer sinnvoll sein. So erging es mir heute, als ich bei freier Sicht auf die Sonne plötzlich bemerkte, eine Fleckengruppe übersehen oder zumindest nicht richtig beobachtet zu haben: die AR 12321 wies jetzt 19 Flecken auf, die AR 12322 nunmehr 7 und die vormals als H2 definierte randnahe Gruppe war in Wirklichkeit eine H 6. Bei den anderen Gruppen registrierte ich keine anderen Parameter als bei der ersten Beobachtung.

Die H-alpha-Beobachtung wurde durch ein neuerliches Wolkenfeld stark beeinträchtigt und ich musste geraume Zeit ausharren, bis ich endlich auch in dieser Wellenlänge beobachten konnte. Quasi über Nacht gab einen kleinen Aktivitätsschub, vor allem am Ostrand, wo ich die meisten der insgesamt 15 Protuberanzen fand. Auf der Oberfläche dominierte vor allem die 12321, die gleich mehrere Flargebiete an sich gebunden hatte. Ein weiteres umgab immer noch die AR 12322, während am Westrand und nahe des Sonnenmeridians  nur wenige zu sehen waren. Drei große und 9 kleine Filamente rundeten ein etwas zweifelhaftes Bild ab. Was sich nach höherer Aktivität anhörte, konzentrierte sich lediglich auf ein paar Aktivitätsgebiete. Weite Teile der Sonne waren - abgesehen von diesen Zentren - erscheinungsfrei!


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