Mittwoch, 15. April 2015

Sonne am 15.04.2015

Der vorgeblich wärmste Tag der Woche begann mit strahlendem Sonnenschein, angenehmen Temperaturen und mittelmäßigem Seeing, was die Beobachtbarkeit von Details in den Fleckengruppen am heutigen Tage aber nicht allzu sehr störte. Lediglich die randnahen Regionen zeigten sich aufblähende und wieder zusammenfallende Flecken.

Das Weißlicht zeigte heute nur wenige Veränderungen zu gestern. Die AR 12321 war weiter DIE dominierende Fleckengruppe, allerdings schien sie einen Teil ihrer Flecken ohne Penumbra verloren zu haben. Dennoch kam ich bei ihr auf 21 Einzelflecke,; die Zugehörigkeit zur Waldmeierklasse F galt auch weiterhin. Die beiden randnahen Gruppen hatten seltsamerweise immer noch keine NOAA-Nummer erhalten und so war die auf gleicher Linie hinter der AR 12321 liegende Gruppe eine H11, die eine interessante Doppelstruktur aufwies. Darunter stand die zweite Gruppe ohne Nummer, die seit der letzten Beobachtung einen winzigen Fleck dazubekommen hatte und nun eine C2 war. Die AR 12322 war schwer auszumachen und weitgehend in sich zusammengefallen. Sie war nur noch eine B4 und am Westrand stand die AR 12323 als A1 mitten in einem Fackelfeld.


Eine große Protuberanz im Nordosten war das erste, was ich im H-alpha zu Gesicht bekam, sie wirkte fast wie ein kleines Haus, das man an den Sonnenrand gesetzt hatte. Beim Absuchen des Sonnenrandes fand ich noch eine weitere größere Erhebung im Südosten, während die restlichen 7 entweder kaum über den Rand kam oder eher mittelprächtig groß waren und am Westrand standen. Auf der Oberfläche war die Aktivität ein wenig zurück gegangen. Zwar gab es im Bereich der AR 12321 gleich mehrere hochaktive Flaregebiete und auch die AR 12322 - von der im Weißlicht so gut wie nichts mehr zu sehen war - umgab noch eines und ich kam beim Zählen am Ende auf 8 helle Bereiche, aber nur auf 5 Filamente (zwei davon waren aber durchaus beeindruckend). Weite Teile des südöstlichen Quadranten der Sonne und die beiden Polregionen waren völlig erscheinungsfrei. Die Aktivität konzentrierte sich in der Hauptsache auf den Bereich, wo die drei nun nicht mehr ganz so neuen Gruppen standen. Insbesondere was die großen Gruppen angeht, so besteht die berechtigte Hoffnung auf Eruptionen und CMEs und ein damit verbundenes Polarlicht. Aber da muss man wie immer erst einmal die weitere Entwicklung abwarten, schließlich gab es schon mehrere große Regionen in diesem Zyklus, die im H-alpha nahezu inaktiv waren. 

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