Donnerstag, 23. April 2015

Sonne am 23.04.2015

Davon ausgehend, dass - wie von der Wettervorhersage angekündigt - die über Mittag beginnende Wolkenauflockerung nur für ein paar Stunden anhalten würde, hoffte ich nicht mehr, am heutigen Tage noch die Sonne nach einen späteren Feierabend beobachten zu können. Es kam aber alles anders, denn die aus Nordwesten heranziehende Wolkenschicht löste sich vor den Toren der Stadt auf, sorgte aber in den höheren und mittleren Luftschichten davor für ein nur mäßiges Seeing. 

Diese vermochte allerdings die Weißlichtbeobachtung nicht durchgängig zu stören, sondern führte nur ab und zu wellenartig für eine schlechte bis sehr schlechte Sicht. Dazwischen kamen aber immer wieder mal gute Momente. Sie waren wichtig für das Erkennen der vielen kleinen Gruppen, die heute in großer Zahl die Sonnenoberfläche bevölkerten. Der Norden zeigte eine höhere Aktivität als der Süden und schickte die AR 12321 als A1, die AR 12325 als H3, die AR 12324 als C8 und davor eine J1 am Westrand ins Rennen, während westlich des Sonnenmeridians eine weitere A1 stand und im Osten die AR 12333 als A1 erschienen war. Der Süden präsentierte sich hingegen mit der 12332 als A1, der AR 12331 als D8, der AR 12327 als H1 und der AR 12329 knapp am westlichen Sonnenrand als vierte A1.

Aufregend wurde danach die Beobachtung im H-alpha, wo man am Ostrand eine sehr große Protuberanz beobachten konnte, die beim GONG H-alpha Network Monitor locker über den Bildrand hinausging. Die beiden etwas größeren Protuberanzen am Westrand waren demgegenüber schon beinahe unscheinbar. Viele kleine Materieerhebungen führten schließlich zur Zahl von 12 dieser Erscheinungen am Sonnenrand. Die Oberfläche wies zudem 16 (!) oft nur sehr kleine Filamente und 10 helle Flaregebiete auf. Nach dem zwischenzeitlichen Tiefpunkt Mitte März ist die Sonnenaktivität wieder in erstaunliche Höhen geklettert.

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