Mittwoch, 29. April 2015

Sonne am 29.04.2015

Extrem schwer war sie, die heutige Beobachtung. Erst saß ich während allerbestem Sonnenschein auf der Arbeit und bei spätem Feierabend war der Himmel weitgehend abgesypht. Dennoch versuchte ich noch, irgendwas von diesem Tag zu retten. Es war fast vergebens. Der erste Blick durch das Teleskop zeigte mir nur einen hellen Lichtfleck ohne Konturen und ohne Sonnenrand. Zwischendurch besserte sich das zwar zeitweise ein wenig und wurde einmal für etw eine Minute etwas besser, doch wirklich gut war die Sicht während der Beobachtung nie, wobei das Seeing weniger das Problem war, sofern der seit mittag hereinziehenden Syph.

Am Rand entdeckte ich noch einen kümmerlichen erst der AR 12327 in Form eine J1, die Ar 12331 war eine A1 und während einer sehr kurzen Phase etwas besserer Durchsicht sah ich noch schemenhaft eine weitere A1 auf der Südhalbkugel.

Unter den gegebenen Umständen machte die H-alpha-Beobachtung eigentlich keinen wirklichen Sinn. Ich probierte es zwar dennoch und war auch ein wenig überrascht, dass ich 8 Protuberanzen am Rand sowie zwei Flaregebiete und -mehr geschätzt als gezählte - 8 Filamente finden konnte. Details wie das chromosphärische Netzwerk und kleinere Filamente waren nicht mehr zu finden. In einigen Momenten sah ich nur eine rote Scheibe ohne Kontrast und Details und im Grunde sind die Zahlen auch mehr geraten als wirklich gezählt. Aber was soll man machen, wenn man als Arbeitnehmer nach Feierabend nur noch einen schmierigen Himmel hat und den guten am Vormittag nicht nutzen kann? 

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