Montag, 4. Mai 2015

Sonne am 04.05.2015

Fast anderthalb Tage waren seit der letzten Beobachtung vergangen und das machte sich bemerkbar. Bei relativ gutem Seeing und nur wenig Gewölk ging die Beobachtung schnell von der Hand. Im Weißlicht war die AR 12335 die dominierende Gruppe und sie lief über die Südhalbkugel. Ich klassifizierte sie als E20. Sie hatte binnen eines Tages deutlich an Volumen und Fleckenzahl zugelegt und verfügte nunmehr über etliche, ineinander übergreifende Hofgebiete.

Davor, in Richtung auf den Sonnenmeridian, befand sich eine unkatalogisierte B5-Gruppe, die allerdings relativ schwer zu sehen war. Hinter der AR 12335 lag die AR 12337 als B4. Im Norden waren dagegen die AR 12336 als C8 und die AR 12338 als D7 zu finden, während ganz nah am Ostrand eine nummernlose A1 mitten in einem Fackelfeld stand.

Das PST zeigte im H-alpha am Sonnenrand 10 Protuberanzen, die aber alle relativ bescheiden aussahen und kaum mit den großen Exemplaren der letzten Wochen zu vergleichen waren. Auf der Oberfläche waren weiterhin die wie an einer Schnur aufgehängten, langen Filamente zu sehen, die über die Südhälfte der Sonne schwebten. Ein paar quer dazu stehende waren neu hinzu gekommen, genau wie einige kleinere, sodass die Nordhemisphäre heuer nicht mehr so leer aussah und ich 8 davon erkannte. Dazu kamen 5 helle Flaregebiete, wobei das im Bereich der AR 12335 am aktivsten erschien. Der regelmäßige Einbruch in der Sonnenaktivität schien damit erst einmal überwunden zu sein.

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