Montag, 11. Mai 2015

Sonne am 11.05.2015

Erst als ich in der Mittagspause unterwegs war, zeigte sich zum ersten Mal die Sonne für einen längeren Zeitraum. Zuvor war der Himmel extrem vercirrt und auch zum Feierabend gab es nur sehr wenige Abschnitte, die frei waren von Gewölk und Geschmodder. Das erschwerte die Beobachtung in starkem Maße, wenn auch das Seeing ganz gut war.

Vor allem die kleinen Gruppen waren im Weißlicht am Anfang nicht zu sehen. Der erste Blick fiel ohnehin auf die auf dem Sonnenmeridian liegende AR 12339, die ich heuer als F58 klassifizierte. Davon abgegrenzt und ohne Nummer eine A2, die genau dahinter lag. Die AR 12342 war eine C5, die neue AR 12343 eine B4. Damit war die Betrachtung der Nordhemisphäre abgeschlossen, denn die übrigen Flecken befanden sich allesamt im Süden. Ganz am Ostrand stand eine J1 ohne Nummer, knapp davor die AR 12344, ebenfalls als J1. Die AR 12341 sah wie eine J2 aus - möglicherweise nur durch das eigentlich recht gute Seeing - und die AR 12340 war eine A2. Am Westrand stand die AR 12335 als A1 und die AR 12337 als B4, sie war aber nur sehr schwer zu finden. Zum Glück hatte ich mittags, bei etwas besserer Sicht, die AR 12339 als zwei deutlich voneinander getrennte Punkte mit Sofibrille mit bloßem Auge gesehen, im Syph hatte ich keine Chance.

Darunter litt denn auch die H-alpha-Beobachtung. Am Rand erkannte ich nur 5 Protuberanzen und auf der Oberfläche 6 kleine Filamente und 7 Flaregebiete. Leider sah ich kaum Einzelheiten, weil die schlechte Sicht den Kontrast extrem herabsetzte. So blieb es bei einer Kurzbetrachtung zum Erstellen diverser Relativzahlen. 

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