Donnerstag, 21. Mai 2015

Sonne am 21.05.2014

An einen frühen Feierabend war heute nicht zu denken und so dankte ich zum wiederholten Male der Einführung der Mitteleuropäischen Sommerzeit, die mir Beobachtungen nach späterem Feierabend ermöglicht. Da ich noch auf eine passende Wolkenlücke warten musste, verging noch einige Zeit. Als es dann aber aufklarte, stürzte ich mich auf mein Lieblingsbeobachtungsobjekt und stellte erstmal fest, dass anscheinend nur noch eine Gruppe auf der Sonne vorhanden war. Erst in der nächsten Wolkenlücke erkannte ich die restlichen drei Grüppchen, mit denen wirklich kein Staat mehr zu machen war. Überdies war das Seeing nur durchschnittlich und machte Probleme beim Erkennen kleiner Flecken und -gruppen.

Auf der Nordhälfte erkannte ich keine Flecken mehr; die AR 12351 war verschwunden, während im Süden auf der Ostseite eine B4 und eine A1 ohne NOAA-Nummern zu sehen war. Die AR 12348 war eine J1 und zum Rand hin stand die AR 12346 als B4 in einem Fackelfeld, die AR 12344 war am Westrand nicht mehr zu finden oder ging im Seeinggeblubber und dem zweitweise gezackten Sonnenrand unter.

Die H-alpha-Beobachtung war ob der Beobachtungsbedingungen auch nicht gerade berauschend.Am Rand standen 7 Protuberanzen (4 im Westen, 3 im Osten), hatten zwar noch ganz ansehnliche Formen, waren aber mit den gestrigen nicht mehr zu vergleichen. Die Oberfläche zeigte 4 helle Flaregebiete und 11 Filamente, die dafür aber besonders interessant waren. Im Osten schlängelten sich zwei viaduktähnliche Gebilde entlang, währen weiter nordwestlich davon eines wie ein Tintenklecks aussah. Der Rest hatte normale Formen. Nach der Aktivität im Weißlicht scheint auch die im H-alpha gerade mal wieder ein wenig einzuschlafen.

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