Dienstag, 26. Mai 2015

Sonne am 26.05.2015

Täglich grüßt das Murmeltier und weckt den Murphy: Ich weiß nicht wie oft mir das schon passiert ist, aber es gehört anscheinend zum Standardrepertoire. Zum x-ten Mal schien die Sonne, als ich auf Arbeit war und als ich nach Hause kam, zog es just in dem Moment zu, als ich mit der Beobachtung beginnen wollte. Kann mir mal wer verraten, warum mir das fast immer passiert???

Bis zur nächsten Wolkenlücke dauerte es nicht lang, dachte ich, denn tiefer liegende und schnell herankommende Wolken schlossen die Lücke wieder. Also weiter warten, kurz in den Keller gehen und was raufholen. Ach nee, jetzt ist es klar. Schnell zurück in den 2. Stock gehetzt und schwupp war die Sonne wieder weg. Auch gut, Fenster zu, Teleskop abbauen. Umdrehen. Nicht schon wieder. Sonne kommt doch noch raus. Alles wieder aufbauen, fertig, Sonne wieder weg. Nun Sachen stehen lassen und schwupp entschwindet der zurecht gelegte Beobachtungszettel in den Lüften und ward nimmer mehr gesehen. 

Endlich schien es besser zu werden, doch kaum hatte ich das Teleskop ausgerichtet, war die Lücke wieder dicht. Doch es schob sich ein neues, wolkenfreies Gebiet rein. In dem Moment weht mir der Wind den Bleistift davon. Ersatz suchen, Teleskop ausrichten, durchgucken und fort war sie, die Wolkenlücke. Nun hab es eine längere Pause, doch mit einem Mal schien Murphy ein Einsehen zu haben. Schnell gucken war aber trotzdem nicht, denn ich sah zunächst mal gar keinen Fleck. Der Sonnenrand war zwar ein wenig in Bewegung, doch die Oberfläche erschien verschmiert. Erst nach einer geschätzten Ewigkeit entdeckte ich im Norden die AR 12353 als J2, quer darunter im Süden die AR 12349 als B2 und, allerdings nur sehr schwer zu sehen, die AR 12354 als A1. Sauschwer war die AR 12355 zu erkennen, weil die Oberfläche immer noch sehr kontrastarm und schmierig erschien. Ich sah sie nur ab und zu und stufte sie als A3 ein.

Zur H-alpha-Beobachtung hatte ich wegen der Witterungsbedingungen am Anfang auch keine große Motivation und die Begeisterung ließ angesichts ziemlich schwieriger Beobachtungsbedingungen rasch nach. Ich zählte mit Mühe 6 Protuberanzen, 10 Filamente und 4 mäßig helle Flaregebiete. Ich sah noch die drei großen Filamentketten, dann ließ der Kontrast endgültig nach und es störten wieder Wolken. Und in dem Moment, wo ich mühsam alle Parameter für die Relativzahlen zusammen hatte, riss die Bewölkung flächendeckend auf, doch nun hatte ich keine Lust mehr und bloggte prompt bei strahlendem Sonnenschein …

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