Montag, 1. Juni 2015

Sonne am 01.06.2015

Nach zwei Ausfalltagen endlich wieder eine Beobachtung, wenn auch nur knapp und nicht bei allerbestem Seeing. Eigentlich sollte es erst spät am Abend aufklaren, doch am späten Nachmittag gab es erste kleinere Wolkenlücken, die dann tatsächlich mal größer wurden, als ich zu Hause ankam. Allerdings ließ das Seeing doch ein wenig zu wünschen übrig.

Im Weißlicht verharrte die Aktivität weiter auf niedrigem Stand. Zwar konnte ich vier Gruppen erfassen, sie waren jedoch alle ziemlich klein. Im Norden war die Sonne fleckenfrei und die von den Weltraumsonden beobachtete AR 12357 war mit meinem kleinen Refraktor nicht zu sehen. Im Süden stand nahe des Ostrandes die neue AR 12358 als J2, weiter westlich die AR 12356 als C5 und davor eine B5 ohne Nummer. Auf der anderen Seite nah beim Westrand war die AR 12355 nur deswegen zu erkennen, weil hier schon die Randverdunkelung begann und man aus Kontrastgründen ab und zu dort ein punktförmiges Etwas sah, das ich als A1 klassifizierte. 

Im H-alpha war die Aktivität der Sonne noch ganz ordentlich. Am Ostrand standen 4, am Westrand 5 Protuberanzen schön gleichmäßige verteilt in Form von Bögen und Streifen. Bei zwei Exemplaren am Westrand gingen schön plastisch zwei Filamente in Protuberanzen über. Die Oberfläche wirkte dagegen beinahe ein wenig aufgeräumt. Die gezählten 12 Filamente waren eher bescheiden in ihrer Größe, wie auch die 6 mittelhellen Flaregebiete. 

Drei Tage nach der letzten Beobachtung hatte sich das Gesamtbild nur wenig verändert: die Sonnenaktivität war weiterhin sehr schwach ausgeprägt. Mit Spannung wartete man auf den nächsten Aktivitätsschub.

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