Donnerstag, 4. Juni 2015

Sonne am 04.06.2015

Der erste wirkliche Sommertag - für einige wenige Bundesländer ein Feiertag - und man hat nichts besseres zu tun als Überstunden. So kam ich auch erst spät zu meiner täglichen Beobachtung bei blauem Himmel und miserablem Seeing. Ein wallender Sonnenrand und auf der Oberfläche kaum wahrnehmbare Details ließen am Anfang nur wenig Beobachtungsfreude aufkommen. Besser wurde es während der - zugegeben - relativ kurzen Beobachtungszeit nicht.

Im Weißlicht hatte sich gegenüber gestern einiges getan, denn endlich erschienen am Ostrand wieder neue Fleckengruppen, die in der letzten Zeit ein wenig rar geworden waren. Die AR 12356 war weiter eine J1 und die AR 12359 unter Schwierigkeiten als A1 zu erkennen. Weit östlich davon erkannte ich mühsam die AR 12358 als B5, und die neue AR 12360 als D11. Am Rand tummelten sich die neuen Aktivitätsgebiete, alle ohne Nummer: eine D4 und eine D5 ganz am Rand sowie eine A1 dazwischen. Am Ende kam ich auf 7 Gruppen.

Im H-alpha sah es etwas enttäuschend aus. Am Rand gab es nur 5 kleine Protuberanzen, zwei nur wenig größere hingen am Westrand herum. Auf der Oberfläche sah es nicht viel besser aus, 5 unscheinbare Fackelfelder und 12 mickrige Filamente teilten sich dort das Geschehen. Überdies war das schlechte Seeing nicht dazu angetan, länger als nötig zu beobachten.

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