Samstag, 13. Juni 2015

Sonne am 13.06.2015

Der 13. des Monats brachte mir doch tatsächlich mal Glück: Während der gesamte Westhimmel schon zugeschleimt war, gab es an der Position der Sonne noch ein kleines, beständiges Wolkenloch, durch das hindurch ich die Sonne bei relativ gutem Seeing sehen konnte.

Die AR 12360 war auf der Nordhälfte der Sonne schon sehr weit an den Westrand herangerückt und nur noch eine D9. Südwestlich von ihr hatte sich eine A1 ohne Nummer neu gebildet. Die AR 12361 konnte ich immer noch nicht sehen, auch nicht bei besserem Seeing. Die AR 12366 bestand weiter aus zwei Teilen: einer D5 und einer C5. Außerdem war die AR 12362 zu einer A1 zurückgeschrumpft. Im Süden gab es vier Gruppen: die AR 12365 als C4, schräg südwestlich davon eine A1 ohne Nummer, ganz am östlichen Sonnenrand die AR 12367 als D12 und nördlich davon die vierte A1 (auch ohne Nummer), die allerdings trotz des guten Seeings und trotz des besseren Kontrastes aufgrund der Randverdunkelung nur extrem schwer zu sehen war.

Im H-alpha zeigte sich zu meiner frühen Beobachtungsstunde ein fast dunkler Himmelshintergrund, dafür gab es jede Menge Wellen, die durch das Bild liefen und die Beobachtung zeitweise empfindlich störten. Der Sonnenrand wies heuer nur 7 kleine Protuberanzen auf, die Oberfläche aber 8 Flaregebiete und 14 Filamente. Zur Beobachtungszeit zeigte sich in zwei Gebieten am Ost- und am Westrand 2 aktive Flares und bei letzterer war sogar eine kleine Aufwölbung zu sehen. Die Zahl der Filamente lag zwar ähnlich hoch wie gestern, sie waren nun aber sehr viel größer, länger und breiter. Während man im Weißlicht durchaus den Eindruck einer abnehmenden Aktivität bekommen konnte, war im H-alpha genau das Gegenteil der Fall!

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