Montag, 29. Juni 2015

Sonne am 29.06.2015

Es ist wieder etwas Bewegung in die Sonnenaktivität gekommen. Statt einer befürchteten fleckenfreien Sonne, gab es im Weißlicht gleich mehrere neue Aktivitätsgebiete zu beobachten. Das Seeing war bei leicht bewölktem Himmel ganz anständig, wenn der Rand streckenweise heftig in Wallungen geriet und Oberflächendetails um ihre Sichtbarkeit kämpften. Leicht westlich des Sonnenmeridians hatte die gestern mit einigen großen Fernrohren bereits zu sehende B-Gruppe die Nummer 12374 bekommen, die ich aber nur als A1 sah. 

Am Ostrand standen, während die AR 12371 nun endgültig hinter dem Westrand verschwunden war, drei Gruppen. Die am weitesten zur Sonnenscheibenmitte hin ausgerichtete hatte die Nummer 12373 erhalten und war eine D5, gleich dahinter stand eine D4 ohne Nummer. Aufgrund der unterschiedlichen Achsenneigungen der beiden Gruppen teilte ich sie auf und behandelte sie nicht wie ein einziges Aktivitätsgebiet. Etwas südlich davon stand eine J1, ebenfalls noch ohne Nummer. Weitere Gruppen konnten nicht ausgemacht werden.

Ein kleiner Aktivitätsschub war auch im H-alpha zu erkennen, wo sich das Seeing heute nicht ganz so störend bemerkbar machte, wie gestern. Am Ostrand gab es drei, am Westrand zwei größere Protuberanzen, die restlichen6 waren winzig und ragten nur als kleine Spitzen über den Rand hinaus. Das schönste Exemplar war im Nordosten zu sehen, wo ein in sich gedrehtes und geschlängeltes Filament in eine Protuberanz überging. Die Oberfläche war weitgehend frei von Erscheinungen, wenngleich es auch eine stattliche Anzahl von 12 Filamenten gab, die entweder direkt am Rand standen oder ziemlich regellos und unsystematisch verteilt waren. Den Abschluss bildete ein einziges größeres Flaregebiet, das sich im Umfeld der beiden neuen D-Gruppen positioniert hatte.

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