Freitag, 10. Juli 2015

Sonne am 10.7.2015

Starker Wind und eine Wolkenlinie, die direkt über der Position der Sonne lag, waren die hauptsächlichen Störungen meiner Beobachtung. Lange Unterbrechungen und mehrmaliges Ansetzen zum Zählen zogen sie unnötig in die Länge, denn der Wind fegte immer noch ganz gut durch die Stadt und bewegte Teile in meiner Küche bzw. rüttelte und zog am Teleskop. Das Seeing war ganz ordentlich und ich hatte das Gefühl, heute mehr Details als gestern wahrnehmen zu können.

Die größte Gruppe war nach wie vor die AR 12381 im Norden, von der ich nur noch einen Fleck ganz schwach mit bloßem Auge sehen konnte. Sie war eine F-Gruppe und hatte 15 Flecken, davor saß eine D8 ohne NOAA-Nummer. Von der AR 12373 und der 12376 fand ich am westlichen Sonnenrand nichts mehr. Auf der Südhälfte tummelten sich die „restlichen Gruppen“: die AR 12384 als H3 im Osten, die AR 12375 als J1, die 12379 als A1, die AR 12378 als B5, die AR 12378 als A1 sowie eine A1 unterhalb der 12378.

Erst nach längerer Pause aufgrund des Durchzugs weiterer Wolken - rechts und links der Wolkenstraße war der Himmel natürlich wolkenfrei - konnte ich mit dem PST die Sonne im H-alpha sehen. Der Rand war erfüllt von 8 Protuberanzen , von denen nur zwei - je eine am Ost- und am Westrand - das Prädikat „groß“ tragen durften. Die Zahl der Flaregebiete waren auf nur noch vier zurückgegangen, die dafür ziemlich großflächig ausfielen. Hinzu kamen 15 kleine und kleinste Filamente. Irgendwie scheint sich die Sonnenaktivität gerade wieder auf eine Art Ruhemodus zuzubewegen.

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