Freitag, 17. Juli 2015

Sonne am 17.7.2015

Wieder war es ein Tag, an dem die Wettervorhersage fast ständig daneben lag. Erst sollte es den ganzen Tag über sehr sonnig und trocken bleiben, dann am Nachmittag und Abend starke Gewitter geben. Es kam völlig anders: Morgens regnete es, südlich von Hamburg gab es Gewitter und ab Mittag klarte es auf und es kam große Wärme. Das war weniger gut, denn es wirkte sich an meinem Standort negativ auf das Seeing aus. Der Rand war in ständiger Bewegung, dafür die Oberfläche relativ ruhig. Dennoch hatte ich bei zumindest einer Gruppe extreme Schwierigkeiten, sie zu finden.

Gemeint ist hier die auf der Nordhälfte gestern noch als B2 klassifizierte AR 12388, von der ich nur ab und zu einem Fleck in einer Penumbra stecken sah. Daher stufte ich sie als A1 ein. Leicht zum Sonnenmeridian versetzt stand die AR 12386 als J1 und im Osten die AR 12387 (sie war gestern auch noch ohne NOAA-Nr.) als D7. Im Süden war nur ein Aktivitätsgebiet aufzuspüren: die schon weit nach Westen vorgerückte AR 12384 als J2.

Selbst im H-alpha war die Aktivität nun wieder zurückgegangen. Am Rand fand ich nur 3 mickrige Protuberanzen, die sich kaum erhoben. Die Filamentkette über der Oberfläche war weiter nach Westen vorgestoßen, aber auch nur noch rudimentär erkennbar. Der Osten wirkte erstaunlich ruhig, der Nordpol und der Südpol waren erscheinungsfrei und nur im Westen gab es drei schön flächig-dreidimensional aussehende Filamente. Insgesamt kam ich hier auf 12 Stück sowie 4 schwache Flaregebiete. Insgesamt also eine in beiden Wellenlängen eher beschauliche Aktivität unseres Tagesgestirns.

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