Montag, 27. Juli 2015

Sonne am 27.7.2015

Die heutige Beobachtung war ein hartes Stück Arbeit. Zunächst kam ich mal wieder später zu Hause an, als ich dachte - die U-Bahn hatte erhebliche Verspätungen - und sah die letzte Wolkenlücke für die nächsten zwei Stunden dahingehen. Zwischendurch tauchten zwar viele Lücken auf, die aber gingen ganz dezent an der Sonne vorbei. Die erste, die ich nutzen konnte, wurde durch tiefer liegende Wolken schnell geschlossen, kaum, dass ich das Teleskop auf die Sonne ausgerichtet hatte. Und so ging es munter weiter. Hatte ich denn mal das Glück, sah ich, dass vier (!!!) verschiedene Wolkenschichten durch mein Gesichtsfeld zogen und bemüht waren, jeden noch so kleine Chance zu vereiteln.

So musste ich mehrere kleine Lücken und die wenigen Augenblicke, wo für Sekunden die Sonne frei war, nutzen, um überhaupt was zu sehen. Am auffälligsten war die AR 12390, die nochmals an Komplexität zugenommen hatte und von mir als D14 klassifiziert wurde. Die AR 12389 dahinter war geschätzt eine C8 und erst im letzten Moment, als ich schon aufgeben wollte, sah ich noch eine J1, die um den Ostrand herumgekommen sein musste. Nun hieß es warten, warten, warten und nochmals warten. Die nächste Lücke wurde wieder kleiner, je näher sie der Sonne kam und ich hatte den Eindruck, dass sich oberhalb der neuen Gruppe in einem Fackelfeld noch was befand, konnte das aber nicht verifizieren. 

Dann noch schnell ein Blick ins H-alpha, wo die Aktivität auch weiter sehr niedrig war: 5 Protuberanzen, 7 Filamente und 2 Flaregebiete rund um die beiden Regionen im Süden waren die zahlenmäßige Ausbeute. Dann musste ich schnell alles abbauen, weil eine neue Gewitterfront herankam. Sie beendete schlussendlich auch meine Beobachtungsbemühungen für diesen Tag.

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