Freitag, 31. Juli 2015

Sonne am 31.7.2015

So hat man es gern als Sonnenbeobachter: von Arbeit und Einkauf zu Hause ankommen und gleich mit der Beobachtung beginnen zu können. Ausnahmsweise mal pünktlich zu dem vorhergesagten Zeitpunkt lösten sich die tiefgrauen Wolken auf und machten einem blauen Himmel Platz, bei dem lediglich das Seeing nur durchschnittlich war.

Im Weißlicht hatte sich nur wenig verändert. Einige Gruppen im Norden hatten neue Nummern bekommen, wie die AR 12394 als J1 und die AR 12393 als D6, die im Laufe des gestrigen Tages entstanden war. Dazu noch die AR 12391 als weitere J1. Der Süden hatte ebenfalls 3 Gruppen: die AR 12390 im Westen - sie war weitgehend zusammengebrochen und nur noch eine D7 - und die AR 12392 als A1 im Osten. Von der gestern nur unter sehr großen Schwierigkeiten zubindenden AR 12389 war heute nur noch andeutungsweise eine B2 zu finden. Sie war in den vergangenen Tagen immer schwächer geworden und dürfte sich bald vollständig aufgelöst haben.

Durch den längeren Sonnenschein konnte auch die H-alpha-Beobachtung ausgiebiger ausfallen, wobei es aber nicht gerade richtig viel zu sehen gab. Nur 4 Protuberanzen waren zu sehen - die beeindruckendsten drei standen am Ostrand. 5 schwache Flaregebiete, deren Positionen weitgehend mit denen der (ehemals) größten Fleckengruppen 12389 und 12390 identisch waren sowie 12 Filamente zierten die Oberfläche. Letztere waren dabei durchaus bemerkenswert, denn im Südosten ging eine Protuberanz in ein Filament über und im Südosten stand ein kleiner Bogen über zwei hellen Punkten, zu denen es im Weißlicht kein Aktivitätsgebiet gab. So zeigte sich, dass der Blick ins H-alpha auch in Zeiten niedriger Sonnenaktivität durchaus interessant sein kann.

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