Freitag, 3. Juli 2015

Sonne am 3.7.2015

Nach Durchzug eines kompakten Wolken- und Gewitterbandes, das auf meinem Arbeitsplatz für einen leicht gefluteten Keller sorgte, riss die Bewölkung wieder auf und bescherte mir zu Feierabend und dem obligatorischen Wochenendeinkauf einen leicht syphigen, aber ganz brauchbaren Himmel. 

Im Norden gab es nur noch zwei Gruppen, die AR 12373 als C7 und die AR 12376 als E9, allerdings ohne besonders ausgeprägte Penumbren. Vier Gruppen im Süden komplettierten die Aktivität im Weißlicht: die AR 12377 als A1, die AR 12375 als J1,die AR 12378 als C3 und davor eine A1 ohne Nummer. Keine der Gruppen wies besondere Merkmale auf, sodass ich schneller als sonst auf das PST umstieg.

Im H-alpha konnte man gestern binnen weniger als 60 Minuten verfolgen, wie im Nordosten plötzlich eine ausschweifend große eruptive Protuberanz aufstieg und bald darauf in den Tiefen der Sonnenumgebung verschwand. Heute war davon natürlich nichts mehr zu sehen. Die 6 Protuberanzen am Rand wirkten eher mickrig  - nur eine hatte mehr Fläche zu bieten - und auf der Oberfläche gab es außer der 5 Flaregebiete noch 15 Filamente, die weiter auf Bahnen in hohen nördlichen und südlichen Breiten aufgereiht waren. Im Umfeld der AR 12373 / 12375 konnte man weiter ein riesiges Flaregebiet sehren, das sehr zerfasert wirkte, während im Nordosten immer noch das sehr großen, bogenförmige Filament stand. Auf einem anscheinend sehr stabilen lokalen Magnetfeld ruhend, dürfte es uns noch ein paar Tage rahmten bleiben. Lediglich das staubförmige Filament im Südosten hatte sich verkürzt und war ein wenig unauffälliger als am Vortrag. Der Rest sah auch, wie schon die Protuberanzen, klein und mickrig aus, während der Sonnenäquator abgesehen von der Flaregebieten nahezu erscheinungsfrei blieb. 

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