Sonntag, 5. Juli 2015

Sonne am 5.7.2015

Am Morgen danach: Schwere Gewitter zogen gestern über Hamburg, allerdings eher südlich von mir, sodass es nur heftig regnete und wehte und kaum aufgewacht, stellte ich fest, dass der Himmel voller Wolken war. Laut Wettervorhersage sollte es aber rechtzeitig zu 8 Uhr MESZ aufklaren, wo meine Beobachtungsphase auf dem Dachboden beginnen sollte. Daraus wurde erst einmal nichts, aber dann gab es doch schon ein paar kleinere Lücken, darüber aber war allgemeiner Syph.

Die Neigung des Stativs war schon arg groß, um mit dem Teleskop noch durch das kleine Fensterluk an die Sonne heranzukommen, aber es ging. Durch träge dahinziehende Wolken sah ich bisweilen ein gestochen Scharfes Sonnenbild, das ich leider nicht vollständig nutzen konnte. Wenigstens reichte es erst einmal für eine vernünftige Weißlichtbeobachtung.

Viel hatte sich seit gestern nicht verändert. Die neue Gruppe auf der Nordhälfte im Osten hatte die Nummer 12381 bekommen und war heute schon eine D8. Die AR 12376 war eine E8, die 12373 eine C7. Schräg darunter stand nach wie vor eine A1, die inzwischen die NOAA-Nummer 12380 erhalten hatte. Im Süden stand die AR 12375 ziemlich genau auf dem Sonnenmeridian und war eine H1 geworden. Die gestern noch darunter befindliche A3 war nicht mehr zu sehen, ebenso wenig die AR 12377 am Westrand. Die 12378 war eine weitere J1 und die AR 12379 eine B6. Von der H1 ausgehend in Richtung Nordwesten stand noch eine A1, die ebenfalls noch keine Nummer erhalten hatte.

Die Beobachtung im H-alpha war wegen des Syphs und der durchziehenden Wolken hinreichend schwierig. Daher sah ich am Rand erstmal keine Protuberanzen, später entdeckte ich dann noch sei ganz winzige. Die Oberfläche konnte nur streifenweise abgescannt werden. So bemerkte ich einen gerade aktiven Flare im Südosten als erstes Oberflächendetail. Erst nach und nach zeigte sich mehr Detail wie eine kleine Filamentkette und einen schönen Filamentbogen im Süden. Beim mehrmaligen und äußerst mühseligen Zählen kam ich schließlich auf 14 Filamente und 7 (!) Flaregebiete. Mehr Beobachtung war bei dem Matschhimmel nicht drin.

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