Montag, 6. Juli 2015

Sonne am 6.7.2015

Gleich in mehrfacher Hinsicht war dieser Tag unerfreulich. Fast den ganzen Tag durfte ich in meinem noch immer heißen Büro sitzen und als ich nach Feierabend zu Hause ankam, zog es erstmal zu. Sah wieder mal nach einem typischen Murphtag aus. Dann aber gab es doch noch eine größere Wolkenlücke, aber das Seeing war mies. Der Sonnenrand war mehr oder weniger stark am Wallen und auf der Oberfläche zeigten sich die Details nur ab und zu. Die meiste Zeit verschwammen sie in einer Blubberseeingsuppe. 

Die größte Gruppe war natürlich zuerst zu sehen, die AR 12381 im Norden, die sich jetzt zur Klasse D weiterentwickelt hatte und 16 Flecken besaß. In Richtung Westen traf ich die AR 12376 als lange C11, die AR 12373 als H1 und die 12380 als A1. Zwischen den beiden Letzteren stand noch eine A3, die aber nur sehr schwach zu sehen war und immer wieder im Seeing verloren ging. Im Süden stand immer noch die AR 12378 als J1, die AR 12379 als B7, die AR 12375 als J1 und schräg darüber in Richtung zur AR 12381 die AR 12382 als A1. Das stark schwankende Seeing erforderte eine längere Beobachtungszeit, die mir zum Glück auch gewährt wurde.

Da schon die nächsten Wolken drohten, wurde die Zeit für das PST knapp und so musste ich nach dem Erkennen von 6 Protuberanzen am Sonnenrand erst einmal eine kleine Zwangspause einlegen. Danach ging es aber nur stückweise weiter, sozusagen im cloudless-hopping. Auf der Oberfläche zählte ich 14 Filamente und 6 helle Flaregebiete. Bemerkenswert war dabei ein aktives Gebiet rund um die AR 12376 und die 12373 und ein weiteres bei der AR 12381. Hier dürfte noch einiges zu erwarten sein. Interessant sahen auch zwei Filamente - eines im Norden, eines im Süden - aus, die eine dreidimensional-plastische Form hatten. Weitere Detailbeobachtungen wurden wegen immer wieder hereinziehender Wolken zwar nicht unmöglich, aber nervig, sodass ich irgendwann aufgab.

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