Mittwoch, 8. Juli 2015

Sonne am 8.7.2015

Nachdem die gestrige Beobachtung kurz vor der Abfahrt zum GvA-Sonnenworkshop bei schlechten Rahmenbedingungen - mieses Seeing, weißer und syphiger Himmel - stattfand und keine Zeit für einen Blogbeitrag mehr blieb, war heute der zeitliche Aufwand wieder sehr hoch. Über mehr als 3 Stunden zogen sich diverse Beobachtungsversuche hin, die wieder nur bei schlechtem Seeing möglich waren und die immer nur dann erfolgreich war, wenn es mal eine längere Wolkenlücke zwischen den Regengüssen gab. Anfangs musste ich mehrmals mit der Weißlichtbeobachtung von Neuem beginnen, weil der Himmel mittendrin wieder zuzog.

Aufgrund des auch bei weiteren Versuchen nicht besser werdenden Seeings konnte ich viele kleine Flecken nicht sehen. Am auffälligsten war im Norden die AR 12381, die ich als F15 klassifizierte. Die AR 12376 war nur noch eine A1, die AR 12373 eine J1. Im Süden war am Ostrand eine neue H1 erschienen - bislang noch ohne NOAA-Nummer. Die AR 12383 war eine B18, die 12378 darunter eine J4, die 12379 eine B4 und die AR 12375 eine J1.

Auf die H-alpha-Beobachtung musste ich geschlagene 2 Stunden warten, weil die Wolkenlücken zu klein waren oder einfach weit an der Position der Sonne vorbeigingen. Erst gegen 19 Uhr MESZ besserte sich die Sicht und so konnte das PST noch eingesetzt werden. Am Rand kam ich auf 10 Protuberanzen, auf der Oberfläche 16 meist sehr kleine Filamente und 8 (!!!) Flaregebiete. Ganz tief im Süden gab es wieder mal eine kleine Filamentkette, im Nordwesten einflächig wirkendes Einzelfilmen und dazwischen die vielen Flaregebiete, von denen das rund um die AR 12381 noch nicht mal das größte war. Ziemlich zentral auf dem Sonnenmeridian stehend, sollte sie jetzt aktiv werden, damit wir endlich mal in den Genuss eines Polarlichtes kommen, die allerdings bei Mitternachtsdämmerung weniger eindrucksvoll sind, als im Winter.

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