Donnerstag, 9. Juli 2015

Sonne am 9.7.2015

Heftiger, teilweise böiger, Wind störte heute die Beobachtung. Windstöße zerrten am Teleskop und machten ein Erkennen von Details im Weißlicht wie im H-alpha sehr schwierig. Selbstredend, dass der Wind genau aus der nordwestlichen Richtung kam und in meine Küche hinein wehte, wo das Teleskop auf der Fensterbank stand. Der Himmel war gegen Abend aufgerissen und an vielen Stellen blau und auch das Seeing spielte endlich mal wieder mit. Aber was man an Mehr an Detail durch das Seeing gewann, ging durch den Wind wieder verloren.

Größte Gruppe im Weißlicht war weiterhin die AR 12381 als F14. Die beiden Penumbren waren zwar mit der Sonnenfinsternisbrille auch mit bloßem Auge zu sehen, doch besonders voluminös waren sie nicht. In Richtung Westen stand eine B2 ohne Nummer, dahinter, direkt am Westrand die AR 12373 als J1. Im Süden stand im Osten die AR 12384 als H2, davor, aber schon westlich des Sonnenmeridians, die AR 12383 als C7, die AR 12378 als J1, die 12379 als A1 und die AR 12375 als J1. Erst nach längerer Beobachtung fand ich im Norden hinter der AR 12373 doch noch die 12376 ganz schwach als A1.

Leider konnte ich mich bei der H-alpha-Beobachtung wegen des mittlerweile zu einem Sturm angewachsenen Windes kaum konzentrieren. Mit Müh und Not erkannte ich am Rand 9 schöne Protuberanzen, auf der Oberfläche 14 Filamente und 6 Flaregebiete. Für Details blieb keine Zeit, denn der nächste Regenschauer jagte heran und ich konnte froh sein, alle meine Relativzahlen zusammen bekommen zu haben.

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