Samstag, 1. August 2015

Sonne am 1.8.2015

Blauer Himmel, ein paar Cirren und suboptimales Seeing, so könnte ein vorweggenommenes Fazit lauten, nachdem ein erster Beobachtungsversuch an den morgendlichen Cirren gescheitert war.

Die nächste Chance ergab sich zur Mittagszeit, als die Sonne endlich hinter meiner Häuserwand rauskam. Im Weißlicht war der Anblick der Flecken relativ enttäuschend. Nur noch vier Gruppen konnten gesehen werden (möglicherweise gab es noch einigen Kleinkram, der mir aber aufgrund des Seeings verborgen blieb). Im Norden war die größte Gruppe die AR 12394 als J2 mit einer etwa deformierten Penumbra. Die gestern noch vielversprechend aussehende AR 12393, die binnen Stunden entstanden war, schien nun binnen Stunden wieder zu zerfallen und war nur noch eine C5. Die AR 12391 war nur noch eine J1. Im Süden stand die einzig sichtbare Gruppe am Westrand: die AR 12390 als J3. Von der AR 12389 sah ich ebenso wenig, wie von der AR 12393, nämlich nichts.

Ungleich spannender war es da im H-alpha: Am Ostrand stand eine vergleichsweise riesige Protuberanz, die heute noch eruptieren dürfte. Im Südosten fiel zusätzlich noch eine kleine Büschelprotuberanz auf. AM Westrand standen zwei senkrecht aufragende und eine scheinbar schwebende sowie einige wenige, die als kleine Spitzen über den Rand ragten. Insgesamt fand ich hier 7 Exemplare der Materieauswürfe der Sonne. Auf der Oberfläche sah es demgegenüber recht unspektakulär aus mit 6 schwach leuchtenden Flaregebieten und 10 mageren Filamenten.

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