Samstag, 22. August 2015

Sonne am 22.8.2015

Eine frühmorgendliche Beobachtung kann entspannend oder sehr aufregend sein, wie heute. Das hatte aber nicht etwa mit nervigen Nachbarn, dem Wetter oder dem Seeing zu tun: die Aufregung lag an der Sonnenaktivität.

Die AR 12403 hatte binnen eines halben Tages einen gewaltigen Entwicklungssprung vollzogen. Gestern noch eine D, war sie heute bereits eine E an der Grenze zur F mit deutlich größeren Penumbren und 40 Einzelflecken. Sie wies 5 Penumbren auf, die an Größe und Umfang ebenfalls enorm zugelegt hatten. Auch war die Komplexität der Gruppe enorm angewachsen. Demgegenüber waren die beiden übrigen Gruppen eher unscheinbar: Die AR 12404  eine C4 und die AR 12401 eine A1, die man nur finden konnte, wenn man die randnahen Fackelfelder absuchte, in dem sie steckte. Jedenfalls gelang mir noch die Sichtung der AR 12403 mit Hilfe der Sofibrille auch mit bloßem Auge als A=1!

Angesichts der Entwicklung der Gruppe im Weißlicht war ich sehr gespannt auf die Beobachtung im H-alpha: sie besaß hier ein sehr großes und aktives, helles Flaregebiet, in dem zwei kleine Filamente eingebettet waren. Hier ist mit Sicherheit noch einiges n Aktivität zu erwarten, vor allem wegen der rasanten Entwicklung der letzten Stunden. Beeindruckend, aber nicht so, wie die Randprotuberanzen. Insgesamt zählte ich 5 Exemplare und die drei größten standen am Ostrand: der Bogen im Nordosten, der Turm und das undefinierbare Etwas im Südosten. Zwei kleinere am Westrand fielen da nicht weiter auf.

Die Oberfläche zeigte insgesamt 3 Flaregebiete und 8 kleine Filamente, die beinahe zu vernachlässigen waren. Die polaren Regionen der Sonne waren übrigens erscheinungsfrei.

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