Freitag, 28. August 2015

Sonne am 28.8.2015

Das weiter sehr unbeständige Sommerwetter führte gestern schon wieder zu einem Ausfalltag, an dem ich die Sonne nicht ein einziges Mal zu Gesicht bekam. Heute sollte es besser werden, das passierte aber erst am frühen Nachtmittag und nicht, wie vorhergesagt, bereits am Vormittag. Darüber hinaus stören jetzt wieder verstärkt meine Bäume die Beobachtung. Der Tag ist nicht mehr fern, wo die Sonne nach Feierabend für mich nicht mehr beobachtbar sein wird.

Als ich mein Teleskop auf der Fensterbank aufgebaut hatte, kam natürlich schnell eine Wolke heran, die den Beobachtungsbeginn glatt um eine halbe Stunde (!) verzögerte, weil sie direkt vor der Sonne stehend ständig größer wurde. Die nächste Wolkenlücke fiel auch deutlich kleiner aus als erhofft. Hier war nach dem Einjustieren des Teleskops auf die Position der Sonne wieder Schluss. Noch mal eine Viertelstunde warten und dann konnte ich endlich mit der Beobachtung beginnen.

Das Seeing war vergleichsweise gut und der erste Blick ging sofort auf die nun schon sehr randnahe AR 12403, die ich als F25 klassifizierte. Aufgrund der Position und der sich daraus ergebenden perspektivischen Verkürzung hätte man sie durchaus auch als E-Gruppe einstufen können. Etwa in der Sonnenscheibenmitte sah ich, dass da „was“ war. Auch bei mehrmaligem Hinsehen, was ich als A1 bei der Relativzahl berücksichtigte. Die in einigen Quellen genannte AR 12405 hingegen, die am Ostrand in einem Fackelfeld stand, konnte ich indes nicht finden. Sie dürfte entweder unterhalb des Auflösungsvermögens meines Teleskops liegen oder hatte sich in der Zwischenzeit schon wieder aufgelöst.

Im H-alpha war schon deutlich mehr zu sehen. Zwar gab es am Rand nur drei mittelgroße Protuberanzen, zwei im Osten, eine im Westen, dafür gab es auf der Oberfläche neben 4 Flaregebieten immerhin 9 ziemlich große Filamente. Es waren nach wie vor jene, deren Anblick uns am vergangenen Wochenende als Protuberanzen so begeisterte. Beeindruckend auch das eine lange Filament, das quer über der Sonne hing. Demgegenüber waren aber die beiden Polgebiete der Sonne wieder mal erscheinungsfrei!

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