Montag, 31. August 2015

Sonne am 31.8.2015

Am vermeintlich letzten Sommertag des Jahres - zumindest aus meteorologischer Sicht - war die Beobachtung schon ein wenig schwierig. Der Himmel war zwar wolkenfrei, dafür störte der Baum, der direkt vor meinem Küchenfenster steht und ich musste wieder warten, bis die Sonne dahinter rauskam. Die beste Beobachtungszeit ist halt vorbei und die gruseligen Monate des 4. Quartals, wo der Blick auf die Sonne fast allerorts versperrt ist, liegt nicht mehr fern!

Das Seeing war trotz der Wärme relativ gut, doch die kleinen Fleckengruppen nur sehr schwer zu erkennen. Die AR 12406 war als C6 noch am auffälligsten und die AR 12405 nur als A1 zu sehen. Sehr viel schwieriger wurde es mit den restlichen drei Gruppen: eine B4, stand am Ostrand in einem Fackelfeld, eine B6 am Westrand hatte die Nummer 12407 bekommen und eine kleine A1 war für wenige Augenblicke in einem Fackelfeld am südwestlichen Sonnenrand zu sehen. Ganz sicher war ich mir zwar nicht mit der Sichtung, allerdings meinte ich immer wieder an der gleichen Stelle etwas „aufblitzen“ zu sehen. Es zeigte sich wieder einmal, dass die kleinen Gruppen mit kleinen Teleskopen oft nur sehr schwer oder gar nicht zu sehen sind.

Einfacher war es dagegen im H-alpha: neun Protuberanzen, zumeist auch wieder sehr kleine, standen am Rand - allein fünf im Osten und vier im Westen. Vier unbedeutend aussehend Flaregebiete und 11 Filamente in den unterschiedlichsten Formen und Größen von Flatschen über Kurven und Linien bis hin zu solchen, die im Osten noch ein wenig über den Rand rauslugten, rundeten ein schönes Bild der Sonne in diesem Wellenlängenbereich ab.  

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