Montag, 3. August 2015

Sonne am 3.8.2015

Anderthalb Tage nach der letzten Beobachtung hatte sich die Sonnenaktivität nicht sonderlich verändert. Das Seeing war für einen Nachmittag ausgesprochen gut und der Himmel fast unbewölkt, aber auch nicht tiefblau. Die große Hitze schadete ausnahmsweise mal nicht der Beobachtung.

Im Osten war auf der Nordhälfte eine kleine J1 ohne NOAA-Nummer herumgekommen, die weiter westlich davon stehende AR 12394 war eine H8, und die 12393 eine B4 - hier konnte ich nur einen dickeren Fleck, aber keine Peunumbra wahrnehmen - und schräg unterhalb davon war eine B2 ohne Nummer zu finden. Von der AR 12391 sah ich nichts, dafür war südlich davon eine A1 entstanden. Die beiden letztgenannten Gruppen waren aber, selbst bei sehr gutem Seeing, nur sehr schwer zu sehen. Manchmal schienen sie „aufzublitzten“, d.h. aus der hellen Sonnenoberfläche hervorspringen zu wollen. Im Süden war die AR 12390 endgültig verschwunden, aber am Ostrand eine neue B4, auch ohne Bezeichnung, herum rotiert.

Das gute Seeing machte Hoffnung auf eine gute Beobachtung im H-alpha und diese wurde endlich mal erfüllt. Oft hat man das als Sonnenbeobachter ja nicht. Insgesamt 6 Protuben konnte ich heute zählen, die größte davon in Form einer Pyramide im Nordosten, etwas kleiner dagegen ein Büschel genau im Osten. Im Gegensatz zu den vergangenen Tagen wirkte die Oberfläche im H-alpha heute sehr viel lebendiger. Sechs Flaregebiete und sechzehn Filamente zierten sie, darunter etliche sehenswerte Exemplare: eine kleine Kette im Südwesten, ein halbringförmiges im Nordwesten und ein paar andere, die völlig regellos erschienen. Anscheinend gibt es gerade mal wieder so etwas wie einen kleinen Aktivitätsschub.. 

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