Donnerstag, 6. August 2015

Sonne am 6.8.2015

Es kam wie immer an den letzten Tagen: Tagsüber, als ich auf der Arbeit war und nicht beobachten konnte, war der Himmel blau, als ich endlich Feierabend hatte und zu Hause war, erschien er völlig cirrig, verschmiert und weiß. Das Seeing war anfangs ganz passabel, doch die Cirren drückten den Kontrast so stark herunter, dass ich im 80/400er Refraktor einen stark aufgehellten und im PST einen hellorangenen Himmelshintergrund hatte.

Im Weißlicht war die AR 12396 im Süden weiter die dominanteste Gruppe auf der ganzen erdzugewandten Seite der Sonne und eine D17 mit sehr kompakten Penumbren. Vormittags konnte ich sie mithilfe der Sofibrille noch mit bloßem Auge sehen, wenn es auch nicht einfach war und ich die Brille mehrmals aufsetzen und wieder abnehmen und den Kopf bewegen musste, um zu erkennen, dass da was war.

Die AR 12397, gestern noch eine B, war heute nur eine A1 und dürfte sich bald auflösen. Im Norden stand ganz im Osten die AR 12395 als J1, schräg darüber war eine kleine A1 ohne NOAA-Kennzeichnung, die leicht westlich des Sonnenmeridians stehende AR 12394 zeigte eine leicht wirre Struktur und war eine C6, die AR 12393 schräg nordöstlich davon eine A1. In dem Fackelfeld dahinter war schwach am Rand eine A1 zu sehen, die aber nur sehr schwer zu halten war.

Im PST war die Sichtung der Erscheinungen stark vom Syph abhängig. Ich konnte am Rand mit Mühe 6 Protuben und auf der Oberfläche 9 Filamente und 3 Flaregebiete ausmachen, aber sehr detailreich waren sie nicht. Am kontrastreichsten waren noch fünf Filamente, eines direkt bei der Protuberanz im Nordwesten und vier im Osten. Viele kleinere Exemplare gingen im Syph unter.

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