Samstag, 8. August 2015

Sonne am 8.8.2015

Mehr dem Zufall war die heutige Beobachtung zu verdanken, denn ich schon drauf und dran war, der Einladung zu einer kleinen Geburtstagsfeier zu folgen, wurde es plötzlich sonnig. Die dichte Wolkendecke lichtete sich zwar nicht vollständig, doch weit genug, um hindurchschauen zu können. Und das bei allerbestem Seeing.

Die Weißlichtsonne wurde geprägt durch die weiter angewachsene AR 12396 im Süden, die ich mit der Sofibrille wieder leicht länglich gesehen habe. Ihre Penumbren waren noch größer geworden, jedoch nicht ihre Länge, weswegen sie auch heute nur eine Gruppe der Waldmeierklasse E mit 25 Einzelflecken war. Die AR 12397 am Westrand war hingegen mit meinem kleinen Instrument nicht mehr zu sehen. Im Norden dagegen hatte sich die Aktivität spürbar beruhigt, denn es gab nur kleine Flecken. Angefangen mit der AR 12398 als J1, der AR 12395 als A2, bis hin zur AR 12394 als J2 und der AR 12393 als A1.

Bis zur H-alpha-Beobachtung musste ich ein wenig warten, doch eigenes Daumen drücken half, die nächste Lücke war groß genug für einen geübten, schnellen Blick, bei dem ich als allererstes eine sehr große Protuberanz am nordwestlichen Sonnenrand fand. Daneben stand eine kleine, weiter südlich noch eine etwas größere Materieerhebung. Am Ostrand fand ich lediglich im Nordwesten einen kleinen hellen Punkt. Auf der Oberfläche war die AR 12396 die auffälligste Region und ihre größte Penumbra tiefschwarz. Hier war auch das aktive Flaregebiet - übrigens eines von nur zweien - nicht zu übersehen. Nicht übersehen werden konnten auch die insgesamt 14 Filamente unterschiedlicher Ausprägung und Größe, wie ein viaduktähnliches Teil im Norden und ein länglicher, waagerechter Strich im Osten.

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