Sonntag, 9. August 2015

Sonne am 9.8.2015

So mag man es als Sonnenbeobachter: rechtzeitig aufwachen, aufstehen und erst einmal beobachten und das vom Dachboden aus, bei recht gutem Seeing.

Im Weißlicht hatte sich seit dem Vortag einiges getan, denn alle kleinen Gruppen waren verschwunden. Auf der Nordhemisphäre waren nur noch die AR 12394 als J2 und die AR 12398 als J1 sowie im Süden die über alles dominierende AR 12396 zu sehen. Diese zog nicht nur alle Blicke auf sich, sie hatte erneut eine etwas andere Form angenommen, erinnerte an eine Pistole und besaß 30 Flecken, die allesamt innerhalb der insgesamt fünf Penumbren saßen, die diese E-Gruppe besaß. Sie war mit der Sofibrille wieder leicht länglich zu sehen.

Der Anblick der Sonne im H-alpha war angesichts des guten Seeing ein echter Genuss. Größter Hingucker am Sonnenrand war im Nordwesten eine ausgeprägte Riesenprotuberanz, sie, da braucht man sicher kein Prophet zu sein, im Laufe des Tages noch eruptieren wird. Im Südwesten stand eine weitere Protuberanz, die aber nicht annähernd so auffällig war wie die weiter nördlich. Dazu kamen noch drei weitere am Ostrand, die aber kaum von leicht wallenden Sonnenrand zu unterscheiden war.

Auf der Oberfläche war das Flaregebiet rund um die AR 12396 immer noch aktiv, ein weiteres stand nordwestlich davon, war aber mit keiner im Weißlicht sichtbaren Gruppe assoziiert und lediglich im Umfeld der kleinen AR 12394 war noch eine Aufhellung zu sehen. Wesentlich imposanter waren dagegen schon die meisten der 11 Filamente des heutigen Tages. Die im Norden erinnerte ein wenig an einen stilisierten Dinosaurier, andere bildeten leichte Halbbögen, kleine runde Ketten oder sahen aus wie dicke Flecken. Auffällig auch heute wieder die dicke Penumbra der AR 12396, die als sehr dunkle Fläche zu sehen war. 

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