Donnerstag, 17. September 2015

Sonne am 17.9.2015

Bevor es wieder bei kühlen Temperaturen an den Strand geht, noch kurz eine Schilderung der heutigen Beobachtung am frühen Morgen. Vom Parkplatz des Hotels aus konnte ich wieder die über der Ostsee aufgegangene Sonne bei allerdings eher mäßigem Seeing beobachten. Grund dafür war ein Regengebiet, das in der Nacht durchgezogen ist, bis es kurz nach 7 Uhr aufzuklaren begann und kurz danach die Sonne rauskam.

Im Weißlicht hatte sich die Aktivität etwas reduziert. Am Westrand konnte ich als äußersten Zipfel der AR 12414 noch einen ovalen H1-Fleck, umgeben von einem kleinen Fackelfeld, beobachten. Die nunmehr mittig stehende und nochmals stark in den Penumbrastrukturen veränderte AR 12415 war eine D14, die AR 12418 weiter eine H1 und die AR 12419 eine C7.

Gespannt war ich auf die H-alpha-Beobachtung und wurde nicht enttäuscht. Die große Protuberanz am Ostrand war noch imposanter geworden und hatte sich vor allem in der Breite vergrößert, was auch der Sonnenrotation geschuldet war. Sie wies zwei Bögen und viel Struktur auf. Man muss sicher kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass sie bald in den Weltraum eruptieren wird. Außer ihr entdeckte ich noch 5 weitere Materiebögen, die allerdings erheblich kleiner waren. Auf der Oberfläche waren 6 kleine Filamente und 6 Flaregebiete zu sehen. Am intensivsten waren die rund um die drei Fleckengruppen, die sich auf der Oberfläche befanden, die AR 12414 war ja schon sehr randnah und zeigte im H-alpha keine Aktivität mehr.

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