Freitag, 18. September 2015

Sonne am 18.9.2015

Wieder ein sonniger Vormittag an der Ostsee - nach regnerischer und stürmischer Nacht. Die Beobachtung war wegen des immer noch heftigen Windes etwas heikel, weil einzelne Böen immer wieder das Teleskop umzuwerfen drohten, aber in den ruhigen Phasen konnte bei ganz gutem Seeing beobachtet werden.

Die Aktivität im Weißlicht war weiter zurückgegangen und mit nur noch drei Fleckengruppen sehr übersichtlich geworden. Im Norden war die AR 12419 eine C3, im Süden die AR 12418 - sie scheint sich nur sehr langsam zu entwickeln - nicht mehr eine H1, sondern eine C7. Die größte Gruppe war die AR 12415 als E15, die Zuordnung zu dieser Klasse ergab sich ausschließlich aus ihrer Länge, aber keineswegs aus der Komplexität der penumbralen Strukturen.

Im H-alpha ging es nun wieder etwas turbulenter zu. Die große Protuberanzen am südöstlichen Sonnenrand war nach wie vor vorhanden, dazu kam eine größere im Nordosten. Auf der Oberfläche waren besonders die drei hellen Flaregebiete rund um die drei Aktivitätsgebiete hervorstechend, demgegenüber fielen die 5 kleinen Filamente kaum noch ins Gewicht. Lediglich im Südosten stand ein schöner, hufeisenförmiger Materiebogen, der zumindest mein Auge immer wieder an sich zog. 

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