Mittwoch, 2. September 2015

Sonne am 1.9.2015

Mit dem meteorologischen Herbstanfang gingen nicht nur niedrigere Temperaturen einher, die ganzen nervigen Murphys kamen auch gleich wieder zurück und führten gleich zum ersten Ausfalltag im September. Heute sah es eigentlich auch nicht sehr viel besser aus. Als ich auf der Arbeit war, schien die Sonne, als ich zu Hause ankam zog es im gleichen Augenblick zu. Das Warten auf die nächste Wolkenlücke wurde zur Geduldsprobe. Es gab viele Wolkenlücken, nur mal wieder nicht in Richtung Sonne. Als dann endlich eine passende Lücke kam, stand die Sonne hinter dem Baum vor meinem Küchenfenster. Dann zog es völlig zu und nach einem kurzen Regenschauer Kamm dann tatsächlich noch eine große Wolkenlücke, die ich bei gutem Seeing auch für eine Beobachtung nutzen konnte.

Im Weißlicht zeigte sich allerdings recht wenig. Nur ganze drei Gruppen und alle der Waldmeierklasse B angehörend: die AR 12409 mit 8 Flecken am Ostrand, die AR 12406 mit drei Flecken etwa in der Scheibenmitte und die AR 12407 als B2 am Ostrand in einem Fackelfeld stehend.

Entschädigt wurde man dafür mit der Beobachtung im H-alpha, die im absoluten Kontrast zum Weißlicht stand. Die 8 Protuberanzen am Rand waren schon sehenswert (etwa der große Büschel im Westen oder die kleine Kette im Osten), die 3 Flaregebiete kaum erwähnenswert, aber die 14 Filamente durchaus beeindruckend, besonders auf der Osthälfte der Sonne, wo ein größerer Bogen in eine Protuberanz überging und ein weiterer große Teile der Sonne überdeckte. Die vielen kleinen Bögen, Flatschen und Striche verwöhnten das Auge ebenfalls. Eine wirkliche Belohnung für die ganzen Murphereien des Tagen. Aber, so ganz ohne Nervereien ging es dann doch nicht, denn mit der großen Wolkenlücke kam heftiger Wind auf, der in Böen am Teleskop zerrte …  

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