Samstag, 19. September 2015

Sonne am 19.9.2015

Aufwachen und als erstes die Sonne beobachten: lange werde ich das nicht mehr machen können, und mich dann wieder über die schlechten Bedingungen an meinem Beobachtungsort im dicht besiedelten Hamburg abärgern dürfen. Hier war der Blick in Richtung auf die Sonne frei und der Himmel nur teilweise bewölkt.

An der Zahl der Fleckengruppen hatte sich im Weißlicht nichts verändert und dennoch sahen die Flecken heute anders aus. Die AR 12419 im Norden hatte sich verändert und war nur noch eine Aneinanderreihung diverser Penumbren, weswegen ich sie auch als D5 klassifizierte. Im Suden hatte die AR 12418 die kleinen Flecken in ihrer Umgebung wieder verloren und war nun wieder eine H1. Die AR 12415 wirkte ziemlich zerfasert und hatte einen Teil ihrer Flecken im f-Teil eingebüßt, dennoch war sie (noch) eine E14.

Im H-alpha sah es dagegen völlig anders aus. Entgegen meiner Annahme, dass die große Protuberanz am Ostrand bald eruptieren würde, ist sie nun aufgrund der Sonnenrotation als dickes, fettes und flächig erscheinendes Filament zu sehen. Beim Zählen kam ich auf 6 Protuberanzen, die meisten aber eher klein und unscheinbar, bis aus die eine im Nordosten.

Neben dem bereits erwähnten Filament gab es 7 weitere, die aber ebenfalls recht unscheinbar wirkten, bis auf einen Bogen östlich der AR 12418 und einigen „Fäden“ die aus den beiden Regionen im Süden herauskamen. Die vier Flaregebiete rundeten das Beobachtungserlebnis ab und so war ich wieder froh über meine, nunmehr vermutlich vorletzte, Beobachtung an der Ostsee.

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