Donnerstag, 24. September 2015

Sonne am 24.9.2015

Wieder war eine Beobachtung nur durch die Äste meiner Nervbäume hindurch möglich, sonst hätte ich noch bis in den Nachmittag warten müssen und bei der derzeit sehr instabilen Wetterlage weiß man nie, ob man dann noch eine zweite Chance für eine Beobachtung erhalten würde.

Dass es nahezu windstill war, vereinfachte die Beobachtung ein wenig und so erwischte ich tatsächlich 5 Gruppen und sogar eine ziemlich schwache. Aber der Reihe nach: In Norden fiel mir die AR 12420 als F18, bei der sich die Penumbren nur im f- und f-Teil befanden, dazwischen aber nur kleine Flecken ohne Hofgebiet zu finden waren. Schräg darüber stand die wenig aufregende AR 12421 als C3. Den Rest der Flecken gab es im Süden: Die AR 12422 war eine D8 - sie wies eine Art Halbbogen von kleinen Flecken auf -, die neue AR 12423 sah ich als B4 und die AR 12418 stand am Westrand und war eine H2 mit eine spitzkegeligen Penumbra.

Im H-alpha hatte die Aktivität ein wenig abgenommen. Die sich andeutende Filamentkette im Osten war nicht mehr zu sehen und das sehr stabile, große Filament stand senkrecht nahe der Mitte der Sonnenscheibe. Insgesamt zählte ich auf der Oberfläche 7 Filamente und 4 Flaregebiete sowie 8 wenig spektakuläre Protuberanzen am Rand. Lediglich das Exemplar am Ostrand war als einziges „etwas“ größer. Viel erstaunlicher war, dass sich rund um die AR 12420, die ja immerhin eine F-Gruppe war, im H-alpha nur wenig tat, nur ein kleines Flaregebiet war an der Stelle zu sehen. Normalerweise deutet es auf einen mittelfristigen Zerfall einer Gruppe hin, wenn das zugrunde liegende Magnetfeld nur schwach ausgeprägt ist.

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