Freitag, 25. September 2015

Sonne am 25.9.2015

Heute hat Murphy wieder alle Register gezogen, um mich zu ärgern. Zunächst kamen die ersten Wolkenlücken erst, als ich am Vormittag unterwegs war und es zog in dem Moment zu, als ich wieder zu Hause ankam. Das altbekannte Muster. Aber es ging noch weiter: am Nachmittag musste ich zum Einkaufen und als ich im Supermarkt und auf dem Wochenmarkt war, schien die Sonne. Wieder zu Hause angekommen, war es abermals bedeckt. Die nächsten Wolkenlücken kamen kurz bevor die Sonne hinter dem Dach des gegenüberliegenden Hauses verschwand. Wieder keine Chance auf eine Beobachtung. Erst als eine Stunde später die Sonne rechts vom Hochhaus wieder rauskam, konnte ich mit der Beobachtung bei mittelmäßigem Seeing und in der Tat blauem Himmel beginnen.

Überrascht war ich von dem kleinen Aktivitätsschub, der sich seit gestern binnen weniger Stunden vollzogen hatte. Die „große“ AR 12420 war eindeutig in zwei Teile zerbrochen und eine C9 und eine B8. Die schräg darüber stehende AR 12421 war eine D14, davor hatte sich eine nummernlose B4 gebildet. Im Süden stand nahe der Sonnenscheibe eine nur sehr schwer zu erkennende A1 ohne NOAA-Kennzeichnung, weiter in Richtung Westen die AR 12423 eine B7 und von der AR 12418 meinte ich, in einem Fackelfeld noch ein paar kleine Flecken zu sehen, die ich als A3 klassifizierte. Zur größten Gruppe war mittlerweile die AR 12422 geworden, die locker als E25 durchging.

Die wolkenfreie Phase erlaubte danach noch eine Beobachtung im H-alpha, wo sich auch einiges an Erscheinungen tummelte. Am Rand gab es 10 Protuberanzen, aber nur eine im Südosten konnte man als größer bezeichnen. Das beherrschende Element auf der Sonne war das immer noch stabile Filmen in Südwesten, das einem Ausrufungszeichen nicht unähnlich war. Insgesamt zählte ich hier 14 Filamente und 4 Flaregebiete, wobei die beiden größten im Bereich der Aktiven Regionen 12422 und 12420 standen. Die magnetische Aktivität schien aber bei der 12422 deutlich größer zu sein, weswegen man hier auch noch einiges an Ausbrüchen erwarten darf. Ob es dann aber tatsächlich passiert …

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