Samstag, 26. September 2015

Sonne am 26.9.2015

Dieser Tage kann ich das letzte Mal die Sonne vom Dachboden aus beobachten, danach steht sie soweit im Süden, dass der Winkel zu steil wird für mein kleines Dachlukenfenster. 

Gegenüber der gestrigen Beobachtung hatte sich nur wenig verändert. Nur eines: die AR 12422 im Süden war noch größer geworden, hatte noch dickere Penumbren und andere Strukturen ausgebildet und stand nun nahe der Sonnenscheibenmitte, was die Hoffnung nährt, vielleicht doch noch mal ein ordentliches Polarlicht zu erwischen. Ich klassifizierte sie als F36. Die vielen kleinen Gruppen waren auch noch da: die AR 12423 als B2 und die AR 12425 als B4. Im Norden stand die AR 12424 als A1, die AR 12421 als D17 (mit schön anzusehenden Penumbren), die geteilte AR 12420 als C10 und B11 sowie die neue AR 12426 als A1.

Im Laufe der Beobachtung verschlechterte sich das eingangs sehr gute Seeing ein wenig, sodass im H-alpha der Sonnenrand in starker Bewegung war. Die Beobachtung war dennoch ein Genuss: das lange Filament war ein Stückchen weit nach Westen gewandert und im Bereich der AR 12422 zeigte sich ein nicht unbedingt hell leuchtendes Flaregebiet. Insgesamt kam ich hier auf 10 Filamente - die viele interessante Formen aufwiesen -, 6 Flaregebiete und am Rand auf 8 Protuberanzen, von denen drei am Ostrand besonders hübsch anzusehen waren, Bögen und irreguläre Strukturen bildeten.

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