Sonntag, 6. September 2015

Sonne am 6.9.2015

Mit Beginn des Septembers haben sich nicht nur die allgemeinen Witterungsbedingungen deutlich verschlechtert, auch längst vergessen geglaubte Pleiten und Probleme, allgemein auch als Murphys bezeichnet, waren wieder da. Und das nicht nur bei mir. Beim besuch des 5. Norddeutschen Sternwartentreffens in Rostock konnte man wegen des starken Windes und Wolkenlücken, die immer wieder an der falschen Stelle am Himmel standen, die Sonne kaum am Coude-Refraktor der Astronomischen Station beobachten.

In der Früh erging es mir nicht anders. Nur noch für wenige Tage kann ich die Möglichkeit der Dachbodenbeobachtung nutzen, dann schließt sich dieses Fenster bis zum Frühjahr. Beim Aufwachen war der Himmel fast klar und als ich das Teleskop aufgestellt hatte, schob sich das einzige Wolkengebildes des ganzen Himmels wieder genau vor die Sonne. Nahezu eine Dreiviertelstunde bis kurz vor dem Zeitpunkt, wo der Winkel zu steil wurde, zeigten sich kleine Lücken, doch so ganz verschwanden die Wolken während der Beobachtung nicht. Das passierte erst, als ich wegen meiner umliegenden Häuser und Bäume die Sonne nicht mehr erreichen konnte …

So war denn wieder nur eine schnelle Zähl-Beobachtung angesagt. Im Weißlicht fand ich nur zwei Gruppen: die erste, die durch die Wolken kam, war die AR 12411, die ich erst als J1, dann aber, als die Sicht ein wenig besser wurde, als C3 klassifizierte. In einer weiteren Minilücke erspähte ich noch die AR 12409 als B3.

An eine H-alpha-Beobachtung glaubte ich da schon nicht mehr, doch dann klappte es doch noch mehr oder weniger gut und so sah ich mit schnellem Blick 5 Protuberanzen, 5 Flaregebiete und (tlw. geschätzte) 12 Filamente, denn ich musste mich ja beeilen, weil danach die nächste Wolke vor die Sonne zog, wobei der Rest des Himmels überwiegend im herbstlichen Blau erstrahlte …

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen