Dienstag, 8. September 2015

Sonne am 8.9.2015

Eine entspannte Sonnenbeobachtung auf einem Hotelbalkon und freie Sicht auf einen unverdauten oder von Bäumen vollstellten Himmel gehörte nicht zu meinen Alltagserfahrungen und so genoss ich diese Situation am heutigen Tage. Das Seeing war ausgebrochen gut, der starke Wind, der über der Ostsee hereinkam wurde durch das Haus abgehalten und so standen nur ein paar ollen im Wege, aber da ich ausreichend Zeit hatte, störte das ausnahmsweise mal nicht.

Im Weißlicht hatte sich binnen 24 Stunden nicht so arg viel getan. Lediglich die gestern schon nur schwer beobachtbare A1 hatte sich anscheinend vollends aufgelöst und war nicht mehr zu sehen. Die AR 12409 nahm ich als C4 wahr, die 12411 als J1 - beide Gruppen standen auf der Nordhalbkugel - und die AR 12412 im Süden war eine D5.

Etwas turbulenter ging es dagegen im H-alpha zu. Das PST zeigte mir am Sonnenrand 7 Protuberanzen, allerdings waren nur drei davon größer und alle standen am Westrand, während die übrigen nur als kleine Spitzen über den Rand hinausreichten. Die Oberfläche erwies sich dagegen als deutlich aktiver: 7 kleine Flaregebiete, die bisweilen nur schwer zu sehen waren, und 11 Filamente ließen sich zählen, die sich alle auf dem südöstlichen Teil der Sonne tummelten, wohingegen der Nordwesten fast erscheinungsfrei war. Bislang ist der monatliche Aktivitätsschub für den September ausgeblieben, aber was nicht ist, das kann ja noch werden.

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