Mittwoch, 9. September 2015

Sonne am 9.9.2015

Ein klarer Himmel und eine uneingeschränkte Horizontsicht, die man als Stadtbewohner leider nur selten geboten bekommt - und das höchstens im Urlaub - führten zu einer weiteren stressfreien Beobachtung unseres Tagesgestirns. Das Seeing war allerdings etwa schlechter als gestern, was zumindest in einem Fall zu einer schlechteren Wahrnehmung einer Fleckengruppe führte. 

Betroffen davon war im Norden die AR 12409, die als A1-Fleck nur sehr schwer zu finden war. Die AR 12411 hatte in ihrem näheren Umfeld kleine Flecken ausgebildet - nicht zum festen Mal - und wurde daher als J3 klassifiziert. Im Süden stand nach wie vor die AR 12412 als D5. Davor, in Richtung Westen, hatte sich in den letzten Stunden eine kleine C3 gebildet, die sogar auf einigen der „aktuellen“ SDO- und SOHO-Bildern zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu sehen war. Erst später entdeckte ich nordwestlich der AR 12411 noch eine Ansammlung kleinerer Flecken, die ich als A3 einstufte. Wer annimmt, dass die zur AR 12411 gehören, achte auf die Achslage der AR 12412!

Im H-alpha wirkte die Sonne ein wenig „aufgeräumter“ als in den letzten Tagen. Am Rand fand ich zwar 10 Protuberanzen, aber nur 5 davon waren größer, die übrigen lugten wieder einmal nur knapp darüber hinaus. Über der Oberfläche waren 5 schwache Flaregebiete sowie 12 meistens kleine Filamente zu sehen. Gerade mal 4 überdeckten größere Bereiche der Sonnenoberfläche; die Polgebiete waren fast erscheinungsfrei. Die geringe Aktivität im Weißlicht schien auf das H-alpha abzufärben, wo es nun anscheinend ebenfalls ruhiger wurde.

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