Sonntag, 25. Oktober 2015

Sonne am 25.10.2015

Und wieder war es nur eine ganz knappe Angelegenheit. Der Himmel lockerte fast zu spät auf, denn die Sonne stand schon dicht bei einem Baum, hinter den sie bei der Beobachtung auch verschwand, sodass ich mich auch heute Morgen wieder sehr beeilen musste, um alle Beobachtungen zusammen zu bekommen. Das Seeing war zum Glück verhältnismäßig gut.

Im Weißlicht hatte sich nur wenig verändert. Alle Gruppen waren aufgrund der Sonnenrotation weiter nach Westen gerückt, neue Gruppen am Ostrand nicht zu sehen. Im Norden war die AR 12436 nach meiner Einschätzung zu einer F18 geworden, da sie sich weiter ausgedehnt harter. Die AR 12439 war eine J1 und die am weitesten zum Ortsrand hin stehende Gruppe. Im Süden stand die AR 12434 hart am Westrand und ich sah immerhin noch einen kleinen Fleck in einem Fackelfeld und war eine A1. Genauso klassifizierte ich auch die AR 12435 und die AR 12437.

Bei der H-alpha-Beobachtung mit dem PST ragte schon ein Ast des nahen Baumes ins Blickfeld hinein und so konnte ich nur die Erscheinungen nur ganz schnell zählen, sie aber nicht weiter im Detail beobachten. Am Rand standen 7 Protuberanzen, auf der Oberfläche gab es 3 Fackelfelder und 11 Filamente. Mir waren noch drei größere Filamente im Süden aufgefallen, bis die Sonne endgültig hinter Baum und Hausmauer verschwand.

In der Nacht endete nicht nur die Sommerzeit, sondern für mich für dieses Jahr auch die Möglichkeit, nach Feierabend beobachten zu können. Für die nächsten 4 Monate bin ich wieder zum Wochenend- und Feiertagsbeobachter degradiert.

Samstag, 24. Oktober 2015

Sonne am 24.10.2015

Irgendwie hatte ich wohl schon erwähnt, dass ich das 4. Quartal hasse. Der heutige Tag lieferte neben der tiefstehenden Sonne und den Problemen mit Häusern und Bäumen einen weiteren Grund: die Sonne schien, aber der Himmel war extrem dunstig, sodass ich zeitweise nicht mal einen klar definierten Sonnenrand erkennen konnte, geschweige denn viele Details in den Gruppen.

Im Weißlicht verschwammen die wenigen Einzelheiten, die man sehen konnte, binnen Sekunden und es war ein K(r)ampf, durch den Syph durchzukommen. Im Norden war die AR 12436 als E15 zu sehen (die meisten kleinen Flecken konnte ich praktisch nur erraten), dahinter die AR 12439 als J1. Im Süden erkannte ich nur mit sehr großer Mühe die AR 12437 als A1, die 12435 auch und die AR 12434 als J1. Obwohl Satellitenbilder hier mehr Flecken zeigten, war in DEM Syph nur ein etwas dickerer Fleck zu sehen.

Im H-alpha war es kein Deut besser: der Himmelshintergrund war hellorange, die 7 Protuberanzen am Rand nur als dünner Schemen zu sehen. Trotz der extrem widrigen Bedingungen (für Ruhe und Schärfe konnte gerade mal jeweils 4 nach der Kiepenheuer-Skala vergeben werden) war die große Protube im Südosten noch gut zu sehen. Das traf weniger auf die Oberfläche zu, wo ich drei Flaregebiete und 8 Filamente erkannte. Da waren bestimmt noch mehr, nur nicht zu sehen. 

Freitag, 23. Oktober 2015

Sonne am 23.10.2015

Das war wieder eine ganz knappe Kiste: Nachdem ein beruflicher Termin kurzfristig abgesagt wurde, ergab sich für mich ein früherer Feierabend, als gedacht. Leider spielte die U-Bahn nicht mit. Der Betrieb zwischen Wandsbeke-Gartenstadt und Wandsbek-Markt wurde in beiden Richtungen wegen eines schadhaften Zuges in beiden Richtungen unterbrochen. Ich musste einen Umweg fahren, der den Zeitgewinn wieder auffraß. Nach Wochenendeinkauf und sowieso bedecktem Himmel kam ich zu Hause an und hatte schon jegliche Hoffnung aufgegeben.

Dann aber ruß die Bewölkung wieder auf und ich sah, dass die Sonne so gerade eben noch links vom Hochhaus stand. Schnell auf den Dachboden getobt, Teleskop aufgebaut und gesehen, dass die Sonne nur einen eigenen scheinbaren Durchmesser weit von der Kante des Hochhauses entfernt war.

So sah ich mich wieder mal einer Schnellzählung gegenüber, bei der ich auch nicht unbedingt sehr sorgfältig gucken konnte. Im Norden war die AR 12436 nicht nur die größte Gruppe auf der Sonne, sondern auch eine E25. Ganz am Ostrand stand die AR 12439 als J1 - zumindest für mich. Der Süden beherbergte dagegen vier Gruppen, die AR 12437, die AR 12435 und die AR 12438 jeweils als A1 und die AR 12434 als J1.

Schnell noch das PST gegriffen und 9 Protuberanzen, 15 (geschätzte) Filamente und 5 Flaregebiete gezählt, bevor der westliche Teil der Sonne schon hinter der Hauskante verschwand. Ich konnte nur ganz kurz die große Protuberanz im Südosten sehen, bevor erst Wolken kamen und die Sonne dann ganz hinter dem Haus verschwand, hinter dem sie nun auch untergehen würde. Ich sagte bereits: ich hasse das 4. Quartal mit seinem ewig schlechten Wetter und den täglichen Kampf mit Häusern und Botanik.

Montag, 19. Oktober 2015

Sonne am 19.10.2015

Irgendwie hatte ich mir meine 200.te Beobachtung des Jahres und das Erreichen des Jahresziels anders vorgestellt: ein strahlend blauer Himmel (den hatte ich), genügend Zeit für eine entspannte Beobachtung und ein gutes Seeing (was ich nicht hatte). Genau das Gegenteil war eingetroffen. Die Sonne kam spät hinter dem Hochhaus raus und verschwand binnen weniger Minuten hinter Bäumen und das Seeing war miserabel.

Ich musste mich, um sowohl im Weißlicht, als auch im H-alpha beobachten zu können, extrem beeilen. Zum Glück hatte ich mein Fernrohr rechtzeitig auf dem Dachboden aufgestellt, um wenigstens eine Minimalchance nutzen zu können. Anfangs gelang es mir nicht einmal, auf den Sonnenrand scharf zu stellen, weil das Seeing dafür zu schlecht war. Nach ein paar Augenblicken besserte sich das aber und so konnte ich im Weißlicht 6 Fleckengruppen erkennen. Ich musste mich nach 6 aufeinander folgenden Ausfalltagen wegen Dauerregens auch erst einmal wieder neu orientieren, da alle mir noch bekannten Gruppen verschwunden waren. 

Im Norden stand die AR 12436 als D10 und einzige Gruppe dieser Hemisphäre.  Im Süden erkannte ich die AR 12431 als A1, die AR12434 als H8, davor eine A1 ohne Nummer (sie war trotz des Seeings sehr gut zu sehen). Die AR 12435 und die AR 12437 waren für mich jeweils eine J1.

Schnell noch ins PST geguckt, musste ich feststellen, das bereits erste Äste ins Bildfeld ragten, also musste ich schnell zählen: 3 kleine Protuberanzen am Rand, 4 Flaregebiete und 14 Filamente, die ziemlich regellos verteilt waren, auf der Oberfläche. Und dann war auch schon Schluss und die Sonne stand, obwohl noch gut 20° über dem Horizont befindlich, hinter Bäumen, die mir die restliche Sicht versperrten. So kam statt einer ordentlichen Jubiläumsbeobachtung nur eine unter Stress und Hetze zusammen. Nach Ende der Sommerzeit am kommenden Sonntag werde ich endgültig zum Wochenendbeobachter degradiert und kriege dann kaum noch irgendwelche Daten ermittelt. Ich hasse das 4. Quartal!

Montag, 12. Oktober 2015

Sonne am 12.10.2015

Das war mal wieder ein richtiger Murph: den ganzen Tag bei strahlendem Sonnenschein auf der Arbeit verbracht und nach einer Überstunde und Feierabend dann ein weitgehend abgesyphter Himmel. Die Sonne konnte nur noch milchig gesehen werden. Dennoch versuchte ich mich an einer Beobachtung. Dazu musste ich allerdings wieder auf den Dachboden und nun in westlicher Richtung aus einer anderen Luke herausschauen.

Im Weißlicht war noch einiges zu sehen: eine neue B2 im Nordosten, die AR 12431 als J1, die AR 1432 als J1 und von der AR 12430 war angesichts des Syphs nicht mehr viel zu sehen. Allerdings besserte sich die Sicht zwischendurch ein wenig, sodass ich mutig war und noch eine H-alpha-Beobachtung versuchte. 

Am Ostrand stand eine große Protuberanz, die ich allerdings nur sehr schemenhaft wahrnehmen konnte, auf der Oberfläche meinte ich, ein Flaregebiet zu sehen sowie 4 0der 5 Filamente. So ganz sicher war ich mir da nicht und prompt verstärkte sich der Syph und beendete die Beobachtung vorzeitig. Wieder so eine Beobachtung, die man praktisch als wertlos bezeichnen kann, nur weil ich wegen der Arbeit die beste Zeit des Tages nicht nutzen konnte.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Sonne am 11.10.2015

Was für ein grauenhaftes Seeing an diesem Morgen: die Sonne strahlt von einem tiefblauen Himmel herab, doch die tiefen Temperaturen in der Nacht und die jetzt beginnende Erwärmung der Luft führten zu einem grauenhaft schlechten Seeing, das die Beobachtung an den Rand der Wertlosigkeit führte.

Nur mit allergrößter Mühe und nur in Sekundenbruchteilen gelang es mir, auf den Sonnenbrand scharf zu stellen, was fast unmöglich war, und dann die beiden einzigen Gruppen zu erkennen. Bei mehr und vor allem kleineren Gruppen wäre mir wohl eine ganze Menge entgangen. So aber ging es gerade eben noch.

Im Weißlicht war die AR 12430 zu einer nur extrem schwer zu erkennenden A1 geworden. Mit der neuen, randnahen AR 12431 sah es wesentlich besser aus. Sie erkannte ich auf Anhieb als J1.

Im H-alpha schlug das schlechte Seeing voll durch und so gelang es mir auch hier nur unter großen Mühen, die 6 Protuberanzen am Rand - vor allem jene im Osten sollte man im Auge behalten - und die 7 kleinen Filamente und 3 Flaregebiete auf der Oberfläche auszumachen. Ansonsten gilt für diese Beobachtung: typisch 4. Quartal. Besser wird es erst wieder im Frühjahr.

Samstag, 10. Oktober 2015

Sonne am 10.10.2015

Nach vier Tagen mit Dauerregen und ununterbrochen bedecktem Himmel kam heute endlich wieder die Sonne raus, bei allerdings eher mittelprächtigem bis schlechtem Seeing, was vor allem meinem Beobachtungsplatz am Fenster meines ungeheizten Wohnzimmers lag. Allerdings musste ich sehr lange warten, bis die Sonne eine kleine Lücke in den dichten Bäumen erreichte und dann war auch noch die Aktivität relativ enttäuschend.

Im Weißlicht gab es mit der AR 12430 nur eine Fleckengruppe zu sehen: eine J1. Dafür schwankte das Seeing dermaßen, dass selbst diese eigentlich unübersehbare Gruppe mitunter völlig verschwand und der Sonnenrand nur wallte und pumpte. Allergrausigstes Seeing. Gäbe es nicht Augenblicke mit fast ruhiger Luft, hätte ich die Beobachtung aufgeben können. Und das bei fast komplett blauem Himmel.

Das Seeing wirkte sich naturgemäß auch auf die H-alpha-Beobachtung aus, wo zunächst kein Schärfepunkt hinzubekommen war. Erst bei etwas längerer Beobachtung - ich musste mich beeilen, fertig zu werden, bevor die Sonne hinter der Mauerkante verschwand - schälten sich aus dem Seeinggeblubber 6 Protuberanzen heraus. Nur eine davon - im Nordwesten - war auffällig. Die 4 Flaregebiete auf der Oberfläche waren ebenso schwer zu sehen wie die 7 Filamente, von denen kein einziges besonders auffällig war. Die Sonne ist eindeutig auf Kurs Minimum, auch wenn gelegentliche Ausbrüche uns entwes anderes suggerieren wollen. 

Montag, 5. Oktober 2015

Sonne am 5.10.2015

Mit dem 4. Quartal kommt nun auch wieder das schlechte Wetter. Den ganzen Tag über klebte an Hamburger Himmel der Hochnebel und als die Sonne endlich hinter meinem Hochhaus rauskam, war sie soweit abgesypht, dass ich kaum noch etwas sehen konnte.

Immerhin: die AR 12427 war noch gut als C5 zu sehen, wären aber noch kleine Gruppen dabei gewesen, hätte ich die wohl nicht erkannt. Ab und zu lichtete sich der Syph und ich konnte noch kurz auf die H-alpha-Spnne schauen, wo ich 4 kleine Protuberanzen, 10 Filamente und 2 schwache Flaregebiete gerade so eben noch erkannte, bis dann nicht mehr zu erkennen war. 

Damit geht wohl eine längere Periode an aufeinander folgenden Beobachtungstagen zu Ende und ich darf mich mit dem Gedanken anfreunden, jetzt erheblich weniger beobachten zu können, auch wenn das Wetter besser sein sollte als heute, weil die Sonne spätestens ab Ende der Sommerzeit so früh untergeht, dass ich dann noch auf der Arbeit bin.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Sonne am 4.10.2015

Nachdem ich gestern die letzte Beobachtung des Jahres vom Dachboden in östlicher Richtung vornehmen konnte, musste ich heute warten, bis Bäume die Sicht freigaben und auch dann wischten Äste immer wider in das Blickfeld des Teleskops hinein. Das Seeing war außerordentlich gut, logisch, wenn man das nicht wirklich ausnutzen kann, doch die Sonnenaktivität war niedrig.

Im Weißlicht war nur noch die AR 12427 als C9 zu sehen, aus dem Osten war immer noch keine neue Fleckengruppe herumgekommen. Die Sonne steckt in ihrem monatlichen Tief fest.

Etwas mehr Aktivität bot das H-alpha: am Ostrand standen drei größere Protuberanzen, am Westrand ebenfalls, dazu kamen noch vier kleine Erhebungen, die man aber nur beim genaueren Hinsehen entdeckten konnte. Die Oberfläche war geprägt durch zwei helle Flaregebiete (eines im Umfeld der AR 12427) und 10 Filamente, von denen aber nur die Hälfte wirklich auffällig waren. Selbst im H-alpha konnte man über das monatliche Minimum der Sonnenaktivität nicht mehr hinwegsehen.

Samstag, 3. Oktober 2015

Sonne am 3.10.2015

Zum vermutlich letzten Mal konnte ich die Sonne vom Dachboden aus beobachten. Durch die Verkürzung des Tagbogens war der Einfallswinkel des Sonnenlichts schon sehr schmal geworden und reichte nicht mehr vollständig aus, um komplett ins Teleskop zu fallen. Dafür darf ich dann künftig nur noch beobachten, wenn die Bäume den Blick freigeben.

Die Fleckentätigkeit war noch weiter zurückgegangen, von der AR 12420 im Norden, die gestern nur einen A1-Fleck aufwies war heute eine J1 in einem Fackelfeld zu sehen.  Die AR 12427 stand westlich des Sonnenmeridians und war eine C15. Im Süden war am Westrand nur noch der Rest des f-Teile der AR 12422 zu sehen, die ich als H3 klassifizierte. Um den Ostrand war bislang keine neue Fleckengruppe herumgekommen.

Die H-alpha-Beobachtung litt durch die schmalere Öffnung von 40 mm nicht ganz so sehr wie der Skywatcher mit seinen 80 mm unter dem schmalen Lichteinfallswinkel, zweigte aber auch hier eine momentan schwächer werdende Aktivität der Sonne. Am Rand zählte ich zwar 8 Protuberanzen, die aber eher Protübchen waren, denn die meisten erhoben sich kaum. Dennoch waren 5 Exemplare deutlich zu sehen, die restlichen nur in Form leicht aufragender Spitzen. Von den 4 Flaregebieten auf der Oberfläche leuchtete nur das im Umfeld der AR 12327 hell auf, während der Rest ziemlich unscheinbar blieb. Das traf auch auf die 7 Filamente zu. Die gestern Nachmittag noch zu sehenden Filamentketten hatte sich aufgelöst und die anderen waren quasi nur Kleinkram. Die Sonne läutet damit offenbar ihr mittlerweile seit drei Monaten stets in der ersten Dekade zu beobachtendes Aktivitätstief ein.

Freitag, 2. Oktober 2015

Sonne am 2.10.2015

Ein früher Feierabend ermöglichte mir eine Beobachtung der Sonne vor dem Durchgang hinter dem Hochhaus, wenn auch unter leicht irrigem Himmel, was sich aber nicht unbedingt allzu negativ auswirkte.

Wenig hatte sich seit gestern getan: die AR 12420 war noch als A1 sichtbar und auch der ihr folgende, ehemalige f-Teil war eine A1. Die ihr nachfolgende AR 12427 war eine C14 mit zwei markanten Einzelflecken im p- und vielen Einzelflecken im hinteren Teil. Fast konnte man hier den Eindruck gewinnen, dass sich die Gruppe geteilt hatte, aber ich meinte, ausreichend Flecken zwischen den beiden Polen der Gruppe gesehen zu haben. Auf der Südhalbkugel war die große AR 12422 schon zum Teil um den Westrand verschwunden, weswegen ich sie als D15 klassifizierte. Bei der Einteilung in Fleckenklassen gilt der Grundsatz, dass man die Waldmeierklasse nimmt, die man sieht, egal, ob sich ein Teil der Gruppe schon oder noch hinter dem Rand befindet.

Ziemlich aufgeräumt wirkte die Sonne auch im PST und damit im H-alpha. 11 zumeist sehr kleine Protuberanzen waren am Rand zu sehen und dabei war jene im Südwesten im Umfeld der hier ansonsten ziemlich inaktiven AR 12422 sehr interessant, wo einzelne Fäden über den Rand hinaus zu greifen schienen und wo gerade ein Flare aktiv war. Spannende Sache, die ich leider nicht weiterverfolgen konnte. 4 Flaregebiete waren insgesamt zu finden sowie 12 Filamente, die im Nordosten und Südwesten immer noch zu kleinen Ketten verbunden waren, aus der AR 12427 herauskamen oder im Nordwesten direkt in eine kleine Protuberanz übergingen. Und auch hier galt: spannende Sache! 

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Sonne am 1.10.2015

Der nun zunehmend kleiner werdende Tagbogen der Sonne wird noch in diesem Monat dafür sorgen, dass ich in der Woche trotz Sonnenschein dann nicht mehr beobachten kann. Daher ist es wichtig, in der verbliebenen, kurzen Phase noch soviel Beobachtungstage zu sammeln, wie möglich. Die Ausfalltage kommen noch früh genug.

Mir verbleiben nach Feierabend auch nur noch weniger als eine Stunde zwischen dem Auftauchen neben dem Hochhaus und dem Versinken hinter Bäumen. Ende des Monats wird die Sonne dann gar nicht mehr hinter dem Haus hervorkommen und dahinter untergehen. Eine gruselige Vorstellung, aber jedes Jahr wieder aufs Neue plage ich mich mit den Gebäuden und der Botanik herum, die mir die Sicht auf die Sonne versperrt.

Heute war die Sicht noch mal gut. Die AR 12420 und die dahinter befindliche nummernlose Gruppe waren nur noch zwei kleine A-Gruppen, wobei die randnahere von beiden nur sehr schwer in einem Fackelfeld zu finden war. Leichter ging es mit der 12427, die ich als C15 einstufte. Auf der Südhalbkugel stand die AR 12422 in voller Länge direkt am westlichen Sonnenrand und war eine F25. Weitere Gruppen, insbesondere auf der Osthälfte, konnte ich nicht finden.

Im H-alpha war der Aktivitätsrückgang aber nicht ganz so dramatisch wie im Weißlicht. Am Rand gab es nach der eruptierten Protuberanz von gestern nur noch 8 kleine und kleinste Materiebögen oder Spitzen davon. Auf der Oberfläche machte ich hingegen 3 helle Flaregebiete und 9 Filamente aus, die zwei Ketten, eine im Nordosten, eine im Südwesten, bildeten. Weiter kam ich nicht, denn während der Beobachtung wanderte die Sonne hinter die Bäume, die jede weitere Sichtung verhinderten.