Donnerstag, 1. Oktober 2015

Sonne am 1.10.2015

Der nun zunehmend kleiner werdende Tagbogen der Sonne wird noch in diesem Monat dafür sorgen, dass ich in der Woche trotz Sonnenschein dann nicht mehr beobachten kann. Daher ist es wichtig, in der verbliebenen, kurzen Phase noch soviel Beobachtungstage zu sammeln, wie möglich. Die Ausfalltage kommen noch früh genug.

Mir verbleiben nach Feierabend auch nur noch weniger als eine Stunde zwischen dem Auftauchen neben dem Hochhaus und dem Versinken hinter Bäumen. Ende des Monats wird die Sonne dann gar nicht mehr hinter dem Haus hervorkommen und dahinter untergehen. Eine gruselige Vorstellung, aber jedes Jahr wieder aufs Neue plage ich mich mit den Gebäuden und der Botanik herum, die mir die Sicht auf die Sonne versperrt.

Heute war die Sicht noch mal gut. Die AR 12420 und die dahinter befindliche nummernlose Gruppe waren nur noch zwei kleine A-Gruppen, wobei die randnahere von beiden nur sehr schwer in einem Fackelfeld zu finden war. Leichter ging es mit der 12427, die ich als C15 einstufte. Auf der Südhalbkugel stand die AR 12422 in voller Länge direkt am westlichen Sonnenrand und war eine F25. Weitere Gruppen, insbesondere auf der Osthälfte, konnte ich nicht finden.

Im H-alpha war der Aktivitätsrückgang aber nicht ganz so dramatisch wie im Weißlicht. Am Rand gab es nach der eruptierten Protuberanz von gestern nur noch 8 kleine und kleinste Materiebögen oder Spitzen davon. Auf der Oberfläche machte ich hingegen 3 helle Flaregebiete und 9 Filamente aus, die zwei Ketten, eine im Nordosten, eine im Südwesten, bildeten. Weiter kam ich nicht, denn während der Beobachtung wanderte die Sonne hinter die Bäume, die jede weitere Sichtung verhinderten.

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