Freitag, 23. Oktober 2015

Sonne am 23.10.2015

Das war wieder eine ganz knappe Kiste: Nachdem ein beruflicher Termin kurzfristig abgesagt wurde, ergab sich für mich ein früherer Feierabend, als gedacht. Leider spielte die U-Bahn nicht mit. Der Betrieb zwischen Wandsbeke-Gartenstadt und Wandsbek-Markt wurde in beiden Richtungen wegen eines schadhaften Zuges in beiden Richtungen unterbrochen. Ich musste einen Umweg fahren, der den Zeitgewinn wieder auffraß. Nach Wochenendeinkauf und sowieso bedecktem Himmel kam ich zu Hause an und hatte schon jegliche Hoffnung aufgegeben.

Dann aber ruß die Bewölkung wieder auf und ich sah, dass die Sonne so gerade eben noch links vom Hochhaus stand. Schnell auf den Dachboden getobt, Teleskop aufgebaut und gesehen, dass die Sonne nur einen eigenen scheinbaren Durchmesser weit von der Kante des Hochhauses entfernt war.

So sah ich mich wieder mal einer Schnellzählung gegenüber, bei der ich auch nicht unbedingt sehr sorgfältig gucken konnte. Im Norden war die AR 12436 nicht nur die größte Gruppe auf der Sonne, sondern auch eine E25. Ganz am Ostrand stand die AR 12439 als J1 - zumindest für mich. Der Süden beherbergte dagegen vier Gruppen, die AR 12437, die AR 12435 und die AR 12438 jeweils als A1 und die AR 12434 als J1.

Schnell noch das PST gegriffen und 9 Protuberanzen, 15 (geschätzte) Filamente und 5 Flaregebiete gezählt, bevor der westliche Teil der Sonne schon hinter der Hauskante verschwand. Ich konnte nur ganz kurz die große Protuberanz im Südosten sehen, bevor erst Wolken kamen und die Sonne dann ganz hinter dem Haus verschwand, hinter dem sie nun auch untergehen würde. Ich sagte bereits: ich hasse das 4. Quartal mit seinem ewig schlechten Wetter und den täglichen Kampf mit Häusern und Botanik.

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