Samstag, 3. Oktober 2015

Sonne am 3.10.2015

Zum vermutlich letzten Mal konnte ich die Sonne vom Dachboden aus beobachten. Durch die Verkürzung des Tagbogens war der Einfallswinkel des Sonnenlichts schon sehr schmal geworden und reichte nicht mehr vollständig aus, um komplett ins Teleskop zu fallen. Dafür darf ich dann künftig nur noch beobachten, wenn die Bäume den Blick freigeben.

Die Fleckentätigkeit war noch weiter zurückgegangen, von der AR 12420 im Norden, die gestern nur einen A1-Fleck aufwies war heute eine J1 in einem Fackelfeld zu sehen.  Die AR 12427 stand westlich des Sonnenmeridians und war eine C15. Im Süden war am Westrand nur noch der Rest des f-Teile der AR 12422 zu sehen, die ich als H3 klassifizierte. Um den Ostrand war bislang keine neue Fleckengruppe herumgekommen.

Die H-alpha-Beobachtung litt durch die schmalere Öffnung von 40 mm nicht ganz so sehr wie der Skywatcher mit seinen 80 mm unter dem schmalen Lichteinfallswinkel, zweigte aber auch hier eine momentan schwächer werdende Aktivität der Sonne. Am Rand zählte ich zwar 8 Protuberanzen, die aber eher Protübchen waren, denn die meisten erhoben sich kaum. Dennoch waren 5 Exemplare deutlich zu sehen, die restlichen nur in Form leicht aufragender Spitzen. Von den 4 Flaregebieten auf der Oberfläche leuchtete nur das im Umfeld der AR 12327 hell auf, während der Rest ziemlich unscheinbar blieb. Das traf auch auf die 7 Filamente zu. Die gestern Nachmittag noch zu sehenden Filamentketten hatte sich aufgelöst und die anderen waren quasi nur Kleinkram. Die Sonne läutet damit offenbar ihr mittlerweile seit drei Monaten stets in der ersten Dekade zu beobachtendes Aktivitätstief ein.

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