Samstag, 12. Dezember 2015

Sonne am 11.12.2015

Es war eine Sache von wenigen Minuten und einer klitzekleinen, streifenförmigen Lücke zwischen zwei Wolkenschichten, die mir die Beobachtung ermöglichte, bevor die Sonne hinter dem Hochhaus verschwand und für den Rest des Tages nicht mehr zu sehen war. Natürlich, wie sollte es in dieser Jahreszeit auch anders sein, war das Seeing katastrophal schlecht. Der Rand war ausgiebig am Wallen und die Oberfläche blubberte zeitweise regelrecht vor sich hin.

Dennoch gab es hin und wieder ruhige Momente, in denen ich einige Flecken sehen konnte. Die AR 12463 auf der Westhälfte war eine nur schwer zu erkennende A1, die AR 12464 eine B3, in deren Nähe eine B4 stand. Ob beide Teile zusammengehörten, konnte in der kurzen Phase der Beobachtung nicht entschieden werden.nahe der Sonnenscheibenmitte stand eine J1 - noch ohne NOAA-Nummer- und östlich davon eine J3, ebenfalls noch ohne Bezeichnung. Zuguterletzt entdeckte ich dann noch am Ostrand eine weitere J1, die just um den Ostrand herum kam. Die 6 Gruppen sollten allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass nur kleine Gruppen zu sehen waren, die nur den Klassen A, B und J angehörten, ein sicheres Zeichen für den Niedergang des 24. Sonnenfleckenzyklus.

Im H-alpha sah es nicht besser aus. Ds Blubberseeing ließ nur wenig erkennen: 7 kleine Protuberanzen, 5 winzige Filamente und fünf Flaregebiete. Für Details blieb wieder mal keine Zeit, denn kaum durchgezählt - und auch ein wenig geraten - sah ich schon wieder die Kante des Hochhauses, hinter dem die Sonne binnen weniger Momente verschwand. Sonnenbeobachtung in dieser Jahreszeit macht keine wirkliche Freude, sondern bereitet nur Stress und oft genug Frust, wenn man bei strahlendem Sonnenschein auf der Arbeit ist und der Himmel weitgehend bedeckt ist, wenn man am Wochenende frei hat.

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