Sonntag, 10. Januar 2016

Sonne am 10.1.2016

Womit ich heute angesichts der Wettervorhersage nicht mit gerechnet habe, ist nun eingetreten: von Westen her lockerte die dichte Wolkendecke auf und ermöglichte mir so vom Dachboden aus in westlicher Richtung eine Beobachtung der knapp über den Bäumen stehenden Sonne.

Das Seeing war wabbelig mit einigen ruhigen Momenten dazwischen. Die aber genügten überraschenderweise, weil auch ein kleiner, fast wolkenfreier Streifen, vor die Sonne zog.

Von der AR 12481 war im Süden nur noch ein kläglicher Rest zu sehen, den ich als J1 klassifizierte. Im Norden war die AR 12478 sehr schwer und nur noch - geschätzt - als A1 - zu sehen. Man sah sie nur hin und wieder kurz aus dem Seeinggeblubber hervortreten. Einfacher war es da mit der AR 12477 als J1 und der AR 12482 als B2. Die AR 12483 war klar als D8 und die AR 12480 als D9 zu erkennen.

Schnell wechselte ich danach mit dem PST ins H-alpha und war ein wenig enttäuscht. Bei dem Seeing und dem tiefen Sonnenstand war nicht wirklich viel zu sehen: vier kleine Protuberanzen am Rand, fünf Fackelgebiete und sieben unscheinbare Filamente. Das interessanteste Gebiet war im Nordosten zu finden, wo eine Protuberanz in ein Filament überging und das Ganze sogar ein wenig dreidimensional wirkte. Leider waren die Beobachtungsbedingungen so schlecht, dass man die meisten Erscheinungen mehr raten als wirklich beobachten musste.

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